Modulhandbuch

Nichttechnische Angebote im Master

Sommersemester 2026

Stand: 19. Januar 2026

Modul M0524: Nichttechnische Angebote im Master

Modulverantwortlicher Dagmar Richter
Zulassungsvoraussetzungen Keine
Empfohlene Vorkenntnisse Keine
Modulziele/ angestrebte Lernergebnisse Nach erfolgreicher Teilnahme haben die Studierenden die folgenden Lernergebnisse erreicht
Fachkompetenz
Wissen

Die Nichttechnischen Angebote  (NTA)

vermittelt die in Hinblick auf das Ausbildungsprofil der TUHH nötigen Kompetenzen, die ingenieurwissenschaftliche Fachlehre fördern aber nicht abschließend behandeln kann: Eigenverantwortlichkeit, Selbstführung, Zusammenarbeit und fachliche wie personale Leitungsbefähigung der zukünftigen Ingenieurinnen und Ingenieure. Er setzt diese Ausbildungsziele in seiner Lehrarchitektur, den Lehr-Lern-Arrangements, den Lehrbereichen und durch Lehrangebote um, in denen sich Studierende wahlweise für spezifische Kompetenzen und ein Kompetenzniveau auf Bachelor- oder Masterebene qualifizieren können. Die Lehrangebote sind jeweils in einem Modulkatalog Nichttechnische Ergänzungskurse zusammengefasst. 

Die Lehrarchitektur

besteht aus einem studiengangübergreifenden Pflichtstudienangebot. Durch dieses zentral konzipierte Lehrangebot wird die Profilierung der TUHH Ausbildung auch im nichttechnischen Bereich gewährleistet.

Die Lernarchitektur erfordert und übt eigenverantwortliche Bildungsplanung in Hinblick auf den individuellen Kompetenzaufbau ein und stellt dazu Orientierungswissen zu thematischen Schwerpunkten von Veranstaltungen bereit.

Das über den gesamten Studienverlauf begleitend studierbare Angebot kann ggf. in ein-zwei Semestern studiert werden. Angesichts der bekannten, individuellen Anpassungsprobleme beim Übergang von Schule zu Hochschule in den ersten Semestern und um individuell geplante Auslandsemester zu fördern, wird jedoch von einer Studienfixierung in konkreten Fachsemestern abgesehen.

Die Lehr-Lern-Arrangements

sehen für Studierende - nach B.Sc. und M.Sc. getrennt - ein semester- und fachübergreifendes voneinander Lernen vor. Der Umgang mit Interdisziplinarität und einer Vielfalt von Lernständen in Veranstaltungen wird eingeübt - und in spezifischen Veranstaltungen gezielt gefördert.

Die Lehrbereiche

basieren auf Forschungsergebnissen aus den wissenschaftlichen Disziplinen Kulturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, Kunst, Geschichtswissenschaften, Kommunikationswissenschaften, Migrationswissenschaften, Nachhaltigkeitsforschung und aus der Fachdidaktik der Ingenieurwissenschaften. Über alle Studiengänge hinweg besteht im Bachelorbereich zusätzlich ab Wintersemester 2014/15 das Angebot, gezielt Betriebswirtschaftliches und Gründungswissen aufzubauen. Das Lehrangebot wird durch soft skill und Fremdsprachkurse ergänzt. Hier werden insbesondere kommunikative Kompetenzen z.B. für Outgoing Engineers gezielt gefördert.

Das Kompetenzniveau

der Veranstaltungen in den Modulen der nichttechnischen Ergänzungskurse unterscheidet sich in Hinblick auf das zugrunde gelegte Ausbildungsziel: Diese Unterschiede spiegeln sich in den verwendeten Praxisbeispielen, in den - auf unterschiedliche berufliche Anwendungskontexte verweisende - Inhalten und im für M.Sc. stärker wissenschaftlich-theoretischen Abstraktionsniveau. Die Soft skills für Bachelor- und für Masterabsolventinnen/ Absolventen unterscheidet sich an Hand der im Berufsleben unterschiedlichen Positionen im Team und bei der Anleitung von Gruppen.

Fachkompetenz (Wissen)

Die Studierenden können

  • ausgewähltes Spezialgebiete des jeweiligen nichttechnischen Bereiches erläutern,
  • in den im Lehrbereich vertretenen Disziplinen grundlegende Theorien, Kategorien, Begrifflichkeiten, Modelle,  Konzepte oder künstlerischen Techniken skizzieren,
  • diese fremden Fachdisziplinen systematisch auf die eigene Disziplin beziehen, d.h. sowohl abgrenzen als auch Anschlüsse benennen,
  • in Grundzügen skizzieren, inwiefern wissenschaftliche Disziplinen, Paradigmen, Modelle, Instrumente, Verfahrensweisen und Repräsentationsformen der Fachwissenschaften einer individuellen und soziokulturellen Interpretation und Historizität unterliegen,              
  • können Gegenstandsangemessen in einer Fremdsprache kommunizieren (sofern dies der gewählte Schwerpunkt im NTW-Bereich ist).



Fertigkeiten

Die Studierenden können in ausgewählten Teilbereichen

  • grundlegende und teils auch spezielle Methoden der genannten Wissenschaftsdisziplinen anwenden.
  • technische Phänomene, Modelle, Theorien usw. aus der Perspektive einer anderen, oben erwähnten Fachdisziplin befragen.
  • einfache und teils auch fortgeschrittene Problemstellungen aus den behandelten Wissenschaftsdisziplinen erfolgreich bearbeiten,
  • bei praktischen Fragestellungen in Kontexten, die den technischen Sach- und Fachbezug übersteigen, ihre Entscheidungen zu Organisations- und Anwendungsformen der Technik begründen.




Personale Kompetenzen
Sozialkompetenz

Die Studierenden sind fähig ,

  • in unterschiedlichem Ausmaß kooperativ zu lernen
  • eigene Aufgabenstellungen in den o.g. Bereichen in adressatengerechter Weise in einer Partner- oder Gruppensituation zu präsentieren und zu analysieren,
  • nichttechnische Fragestellungen einer Zuhörerschaft mit technischem Hintergrund verständlich darzustellen
  • sich landessprachlich kompetent, kulturell angemessen und geschlechtersensibel auszudrücken (sofern dies der gewählte Schwerpunkt im NTW-Bereich ist)



Selbstständigkeit

Die Studierenden sind in ausgewählten Bereichen in der Lage,

  • die eigene Profession und Professionalität im Kontext der lebensweltlichen Anwendungsgebiete zu reflektieren,
  • sich selbst und die eigenen Lernprozesse zu organisieren,
  • Fragestellungen vor einem breiten Bildungshorizont zu reflektieren und verantwortlich zu entscheiden,
  • sich in Bezug auf ein nichttechnisches Sachthema mündlich oder schriftlich kompetent auszudrücken.
  • sich als unternehmerisches Subjekt zu organisieren,   (sofern dies ein gewählter Schwerpunkt im NTW-Bereich ist).




Arbeitsaufwand in Stunden Abhängig von der Wahl der Lehrveranstaltungen
Leistungspunkte 6
Zuordnung zu folgenden Curricula Bauingenieurwesen: Kernqualifikation: Pflicht
Bioverfahrenstechnik: Kernqualifikation: Pflicht
Chemical and Bioprocess Engineering: Kernqualifikation: Pflicht
Chemie- und Bioingenieurwesen: Vertiefung Chemie- und Bioingenieurwesen: Wahlpflicht
Computational Methods and Machine Learning in Engineering: Kernqualifikation: Wahlpflicht
Computational Methods and Machine Learning in Engineering: Vertiefung Complementary Courses: Wahlpflicht
Computer Science: Kernqualifikation: Pflicht
Data Science: Kernqualifikation: Pflicht
Electrical Engineering and Information Technology: Kernqualifikation: Pflicht
Elektrotechnik: Kernqualifikation: Pflicht
Energietechnik: Kernqualifikation: Pflicht
Environmental Engineering: Kernqualifikation: Pflicht
Flugzeug-Systemtechnik: Kernqualifikation: Pflicht
Global Innovation Management: Kernqualifikation: Wahlpflicht
Global Technology and Innovation Management & Entrepreneurship: Kernqualifikation: Wahlpflicht
Informatik-Ingenieurwesen: Kernqualifikation: Pflicht
Information and Communication Systems: Kernqualifikation: Pflicht
Internationales Wirtschaftsingenieurwesen: Kernqualifikation: Pflicht
Logistik, Infrastruktur und Mobilität: Kernqualifikation: Pflicht
Luftfahrttechnik: Kernqualifikation: Pflicht
Maschinenbau - Produktentwicklung und Produktion: Kernqualifikation: Pflicht
Materials Science and Engineering: Kernqualifikation: Pflicht
Mechanical Engineering and Management: Kernqualifikation: Pflicht
Mechatronics: Kernqualifikation: Pflicht
Mediziningenieurwesen: Kernqualifikation: Pflicht
Microelectronics and Microsystems: Kernqualifikation: Pflicht
Naval Architecture and Ocean Engineering: Kernqualifikation: Pflicht
Produktentwicklung, Werkstoffe und Produktion: Kernqualifikation: Pflicht
Regenerative Energien: Kernqualifikation: Pflicht
Schiffbau und Meerestechnik: Kernqualifikation: Pflicht
Theoretischer Maschinenbau: Kernqualifikation: Pflicht
Verfahrenstechnik: Kernqualifikation: Pflicht
Wasser- und Umweltingenieurwesen: Kernqualifikation: Pflicht

Lehrveranstaltung L2029: "Lügenpresse“? Funktionen und aktuelle Herausforderungen des Journalismus

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Mündliche Prüfung
Prüfungsdauer und -umfang 20 min
Dozenten Prof. Horst Pöttker
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Lügenpresse - das abschätzige Schimpfwort erlebt eine Renaissance. Journalisten wehren sich gern dagegen, indem sie auf den angeblichen Ursprung des Begriffs in der NS-Propaganda hinweisen. Das überzeugt wenig, weil schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts zahlreiche Parteien und Ideologien den politischen Kampfbegriff der Lügenpresse benutzt haben, um die Medien anderer Parteien und Ideologien unglaubwürdig zu machen. Und es führt am Kern der Problematik vorbei. Von Kritikern wird nicht ohne Grund befürchtet, dass mit der Wahl von „Lügenpresse“ zum Unwort des Jahres 2014 die Frage blockiert wurde, ob es eine berechtigte Kritik an den journalistischen Medien, genauer: am Verhältnis zwischen journalistischen Medien und ihrem Publikum gibt? Wenn das so ist, haben aus interaktionistischer Sicht beide Seiten, journalistische Medien wie ihr Publikum, daran Anteil.
Vor diesem aktuellen Hintergrund wird in Form seminaristischen Unterrichts anhand von Fachliteratur und Beispielen aus der Medienpraxis - nicht zuletzt des Wissenschaftsjournalismus - Fragen wie den folgenden nachgegangen:
- Ist Journalismus wirklich ein Beruf?
-  Wenn ja, seit wann - und welche gesellschaftlichen Aufgaben hat der Journalistenberuf aus verfassungsrechtlicher und sozialwissenschaftlicher Perspektive? („What is jounalism for?“)
- Welche Herausforderungen ergeben sich aus diesen Aufgaben für die journalistische Berufsethik?
- Hat das Publikum, haben aber auch Journalisten selbst ein angemessenes Verständnis von den Aufgaben und Funktionen ihres Berufs?
- Was bedeutet journalistische Professionalität?
- War das gegenwärtige Professionalitätskonzept schon immer gültig, gab es andere?
- Hat Journalismus in Deutschland im internationalen Vergleich Defizite - wenn ja, wie lassen sie sich beheben?  
- In welche Richtung verändern sich journalistische Arbeitsbedingungen und Professionalitätskonzepte im digitalen Kulturwandel? 



Literatur

Zur Einführung:
Lilienthal, Volker/Neverla, Irene (Hrsg.) (2017): „Lügenpresse“. Anatomie eines politischen Kampfbegriffs. Köln: Kiepenheuer & Witsch. https://www.kiwi-verlag.de/buch/luegenpresse/978-3-462-31782-4/
Pöttker, Horst (2010): Der Beruf zur Öffentlichkeit. Über Aufgabe, Grundsätze und Perspektiven des Journalismus in der Mediengesellschaft aus der Sicht praktischer Vernunft. In: Publizistik, 55. Jg., H. 2, S. 107-128. https://www.springerprofessional.de/en/der-beruf-zur-oeffentlichkeit/5889108
Weischenberg, S. (2007): Das Jahrhundert des Journalismus ist vorbei. Rekonstruktionen und Prognosen zur Formation gesellschaftlicher Selbstbeobachtung. In: Bartelt-Kircher, G. et al.: Krise der Printmedien - eine Krise des Journalismus? Berlin und New York, de Gruyter Saur, S. 32-60.
https://medien21.wordpress.com/2011/10/17/weischenberg-das-jahrhundert-des-journalismus-ist-vorbei/
Eine ausführliche Literaturliste wird am Anfang des Seminars verteilt.


Weischenberg, S. (2010): Das Jahrhundert des Journalismus ist vorbei. Rekonstruktionen und Prognosen zur Formation gesellschaftlicher Selbstbeobachtung. In: Bartelt-Kircher, Gabriele u.a.: Krise der Printmedien - eine Krise des Journalismus? Berlin und New York: de Gruyter Saur, S. 32-60.

Eine ausführliche Literaturliste wird am Anfang des Seminars verteilt. 

Lehrveranstaltung L1775: “What’s up, Doc?” Science and Stereotypes in Literature and Film

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang etwa 20 Minuten Präsentation und 10-20 Minuten Diskussion
Dozenten Dr. Jennifer Henke
Sprachen EN
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Popular novels and films significantly contribute to the public understanding of science and its representatives. How to define “good” or “bad” science is negotiated in a variety of artistic works. Stereotypes such as the “mad scientist”, which originated in early nineteenth century England, continue to persist. Mary Shelley created the prototype of the obsessive and reckless scientist in Frankenstein - The Modern Prometheus (1818) who conducts his forbidden experiments in a secret lab and crosses ethical boundaries. This masculine stereotype has been followed by further ones such as the noble, adventurous or clumsy scientist, whereas scholars have only recently begun to consider the representation of female science.

First, this seminar is devoted to selected formations of knowledge in relation to literature from classical antiquity to the present. Second, the focus shall rest on the production of persistent stereotypes in various media formats such as novels or films while paying particular attention to the aspect of gender. The overall goal of the seminar is an understanding of science as a cultural practice.  

Requirements for participation: Shelley, Mary: Frankenstein. New York: Norton, 2012. Please pay attention to the exact publication dates.

Literatur Teilnahmevoraussetzungen: Shelley, Mary: Frankenstein. New York: Norton, 2012. Bitte ausschließlich diese Edition anschaffen.


Lehrveranstaltung L1774: Angewandte Kunst: Form und Funktion

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang etwa 20 Minuten Präsentation und 10-20 Minuten Diskussion
Dozenten Dr. Christian Lechelt
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Als „angewandte Kunst“ werden die Sparten von Design, Kunsthandwerk und Kunstgewerbe zusammengefasst. Mithin also die Kunstgattungen, die sich mit der Gestaltung der Dinge befassen. Wissenschaftlich oftmals unterschätzt, erlaubt gerade die angewandte Kunst, Aussagen über die Befindlichkeiten einer Gesellschaft in ihrer jeweiligen historischen Situation zu treffen. Im Seminar  werden die Rückwirkungen gesellschaftlicher Entwicklungen auf insbesondere diese Kunstgattungen  herausgearbeitet. Außerdem werden die Interdependenzen von Gestaltungsabsicht, Funktion, Materialeinsatz und Technologie eruiert. Darüber hinaus werden die Gründe für die oftmals eher abwertende Besetzung des Begriffs „Kunstgewerbe“ diskutiert.

Literatur

Wird noch angegeben

Will be announced in lecture

Lehrveranstaltung L3067: Beziehungs- und Familienmodelle von heute und morgen

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang 1 Stunde
Dozenten Dr. Gesa Mayer
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende… Zumindest im Märchen, im Kino und als Wunschvorstellung vieler - gerade auch jüngerer - Menschen gibt es sie noch: die eine große Liebe, die traute Vater-Mutter-Kind-Familie, das unzertrennliche, gemeinsam alt werdende Ehepaar. Gleichzeitig existieren heutzutage Alternativen zum Ideal der romantischen, heterosexuellen und/oder monogamen Zweierbeziehung und bürgerlichen Kleinfamilie. Die patriarchale Geschlechterordnung (der Mann verdient das Geld und hat das Sagen, die untergebene Frau kümmert sich aufopferungsvoll um Kinder und Haushalt) gilt weithin als überholt - auch wenn Ungleichheit und Sexismus in der Realität fortbestehen. Seriell aufeinander folgende Partnerschaften und situationships sind heute eher Regel als Ausnahme, Heiraten eher Option als Pflicht. Einige versuchen es mit offenen oder polyamoren Beziehungen, andere bleiben bewusst oder unfreiwillig Single, gründen Freundschafts-Netzwerke oder verlieben sich unsterblich in eine KI. Nicht alle Kinder wachsen bei zwei biologischen Eltern auf; neben Alleinerziehenden gibt es z.B. Patchwork-, Poly- und Regenbogen-Familien. Wer sich ein Kind, aber keine Liebesbeziehung wünscht, kann nunmehr im Internet nach Gleichgesinnten für co-parenting suchen. Doch der Wandel ist umkämpft: Feiert ein Teil der Gesellschaft die Pluralisierung als Ausdruck zunehmender Wahlfreiheit und Selbstverwirklichung, so ringen einige nichtkonventionelle Lebensformen weiterhin um Akzeptanz - während andere Stimmen öffentlichkeitswirksam eine Rückbesinnung auf überkommene Geschlechterrollen und normative Familienpolitik propagieren. 
Im Seminar betrachten wir prägnante Modelle, Entwicklungen und Auseinandersetzungen genauer. Anhand aktueller Diskursbeiträge, Forschungsergebnisse und eigener Recherchen erkunden und diskutieren wir: Wie sehen sie aus, die Beziehungs- und Familienformen der Gegenwart und Zukunft?

Literatur

Lehrveranstaltung L3106: Bilder der Gewalt. Authentizität und Fiktion im True-Crime-Genre

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang Gruppen-Referate von 20 bis 30 Minuten Länge
Dozenten Dr. Benjamin Moldenhauer
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Das moderne True-Crime-Genre boomt. Beliebt waren die Rekonstruktionen real geschehener Gewaltverbrechen medienübergreifend seit jeher, also seit Truman Capote das Genre 1965 mit dem Tatsachenroman „In Cold Blood“ miterfunden hat. True-Crime-Bestseller gibt es viele, Vincent Bugliosis „Helter Skelter: The True Story of The Manson Murders“ oder Mara Leveritts „Devil’s Knot: The True Story of the West Memphis Three“ gehören zu den Klassikern. Seit den 2010er Jahren ist die Zahl der True-Crime-Produktionen in Film-, Buch-, Magazin- und Podcast-Form ins Unüberschaubare gewachsen. Die erste Staffel der Netflix-Serie „Making a Murderer“ (2015) lässt sich rückblickend als Initialzündung für den jüngsten True-Crime-Boom einordnen, der seinen vorläufigen Höhepunkt in der ebenfalls von Netflix produzierten Medienphänomen „Tiger King“ gefunden hat. Die Faszination an medial aufbereiteter real stattgefundener Gewalt ist der Ausgangspunkt des Seminars: Was genau das Faszinierende am Genre? Weitere Fragen, die an exemplarischen Filmen diskutiert werden sollen, sind: Was hat es mit dem ambivalenten Zuschauer:innenwunsch nach Authentizität auf sich? Wie lässt sich reflektiert mit dem Verschwimmen von Realität und Fiktion in True-Crime-Produktionen umgehen? Welchen Blick auf die Täter, auf die Opfer legt der jeweilige Film nahe? Welche ästhetische und moralische Kritik wurde am Sensationalismus von True Crime formuliert? Und vor allem: Welche Bilder von Gesellschaft werden im Genre konstruiert?

Der Gegenstand des Seminars - filmischer True Crime - ist in hohem Maße suggestiv. Die Ästhetik der Filme zielt darauf ab, den Zuschauer:innen größtmögliche Nähe und Authentizität zum schrecklichen Geschehen zu ermöglichen - bei gleichzeitiger Sicherheit im Fernsehsessel. Anhand der Analyse der Inszenierungsstrategien von True Crime lässt sich eine Medienkompetenz einüben, die von der Konstruktion der Bilder ausgeht. Die erste Kompetenz, die im Seminar vermittelt werden soll, ist eine dezidiert filmanalytisch akzentuierte Medienkompetenz: die Fähigkeit, sich von faszinierenden Bildern nicht verführen zu lassen, sondern ihren Konstruktionscharakter zu erkennen.  Des Weiteren lässt sich anhand von True Crime exemplarisch studieren, welche Perspektiven, Phantasien und Bilder von Verbrechen und Gewalt Popularität erlangen und welche nicht. Auf dieser Ebene vermittelt das Seminar soziologische, sozialpsychologische und damit nicht zuletzt gesellschaftskritische Kompetenzen.

Literatur

Mark Seltzer: True Crime: Observations on Violence and Modernity. New York 2007: Routledge, Chapman, and Hall. Alex Ross: The Shock of the True. Crime and Why We Can’t Stop Reading About It. In: The New Yorker (19.8.1996), S. 70-77. Torsten Körner: True Crime. Wer wir sind, wenn wir Leichen lesen. In: TV Diskurs. Ausgabe 92 (  https://mediendiskurs.online/data/hefte/ausgabe/92/koerner-true-crime-tvd92.pdf).

Lehrveranstaltung L3315: Deutsch als Fremdsprache für Internationale Masterstudiengänge

Typ Seminar
SWS 4
LP 4
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 64, Präsenzstudium 56
Prüfungsart Klausur
Prüfungsdauer und -umfang 90 min
Dozenten Kathrin Heuking
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt
Literatur

Lehrveranstaltung L1884: Die Hamburger Speicherstadt - Von der Ingenieurleistung zum Weltkulturerbe

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang 20 minütiges Referat mit anschließender Diskussion
Dozenten Dr. Jörg Schilling
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Das Seminar beabsichtigt die mit der Anlage der Speicherstadt bewältigten Herausforderungen und die wegweisende städtebauliche und architektonische Leistung des Hamburger Ingenieurwesens herauszuarbeiten, die aufgrund ihrer nachhaltigen Konzeption und Funktionsgerechtigkeit sowie der einheitlichen Prägung die Ernennung zum Weltkulturerbe begründete.   

Literatur u.a.: Hamburg und seine Bauten unter Berücksichtigung seiner Nachbarstädte Altona und Wandsbek, hg. vom Architekten- und Ingenieur-Verein zu Hamburg, Hamburg 1890; Karin Maak: Die Speicherstadt im Hamburger Hafen, Hamburg 1895; Hermann Hipp: Freie und Hansestadt Hamburg, Köln 1989; Matthias von Popowski: Franz Andreas Meyer (1837-1901). Oberingenieur und Leiter des Ingenieurwesens von 1872-1901, in: Wie das Kunstwerk Hamburg entstand, hg. v. Dieter Schädel, Hamburg 2006, S. 64-79; Ralf Lange: HafenCity + Speicherstadt : das maritime Quartier in Hamburg, Hamburg 2010.

Lehrveranstaltung L1872: Engagement für Flüchtlinge - Kompetenzen für zukünftige forschungsorientierte Aufgaben oder strategieorientierte Tätigkeiten reflektieren

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Schriftliche Ausarbeitung
Prüfungsdauer und -umfang 10 Seiten
Dozenten Muthana Al-Temimi
Sprachen DE/EN
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Diese Veranstaltung soll das gesellschaftliche Engagement für Flüchtlinge, und Migrantinnen/Migranten und das ein damit einhergehende soziale Lernen ermöglichen und fördern.

Unter „gesellschaftlichem Engagement für Flüchtlinge“ wird eine aktive Mitarbeit und Teilhabe in Projekten, Initiativen oder Organisationen verstanden, die ein freies, gleiches und solidarisches Zusammenleben mit Flüchtlingen/Migrantinnen/ in Deutschland zum Ziel haben. Die Anerkennung von Aktivitäten im Rahmen von Projekten, Initiativen oder Organisationen mit demokratiefeindlicher Zielsetzung ist ausgeschlossen.

Ziel ist „soziales Lernen im Rahmen gesellschaftlichen Engagements“: Dazu gehört einerseits der Erwerb bzw. die Vertiefung von Kompetenzen auf Seiten der Studierenden durch ihr Engagement in dem o.g. Bereich; andererseits gehört dazu die Unterstützung/Förderung/Lernen der Flüchtlinge/ Migrantinnen/ Migranten durch die Kompetenzen der Studierenden.

In dieser Veranstaltung suchen sich Studierende selbständig gesellschaftliche Projekte im oben genannte Sinne und engagieren sich mindesten 50 h. 

Verpflichtende 10 h Präsenslehre inkl. Beratungszeit ermöglichen es Studierenden, begleitend oder nachfolgend zum Engagement in einer Reflexionsarbeit / schriftlichen Ausarbeitung strukturiert und erfolgreich die Lernsituation vor Ort sowie die eigenen Kompetenz zu reflektieren.

Die Lernziele bestehen im Einzelnen darin, eigene  Kompetenzen im Kontext des Engagements

  • zu identifizieren,
  • in ihrer Reichweite ermessen zu können,
  • einzubringen,
  • auszubauen,
  • bewerten zu können,
  • einen persönlichen Entwicklungsrahmen entwerfen zu können,
  • Kompetenzen in einem persönlichen Entwicklungsrahmen zu verorten und zu bewerten,
  • den eigenen Lernprozess identifizieren und bewerten zu können.

Allgemeine Kenntnisse über Lernprozesse und soziales Lernen.

Literatur

Wird im Seminar bekannt gegeben.

Will be announced in lecture.

Lehrveranstaltung L2480: Engagement für Kultur und Geschichte - Kompetenzen für zukünftige forschungsorientierte Aufgaben oder strategieorientierte Tätigkeiten reflektieren

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Schriftliche Ausarbeitung
Prüfungsdauer und -umfang 10 Seiten + mündliche Präsentation
Dozenten Susanne Hochmann
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Diese Veranstaltung soll das gesellschaftliche Engagement im Bereich Kultur und Geschichte und das damit einhergehende soziale Lernen ermöglichen und fördern.
Unter „gesellschaftlichem Engagement für Kultur und Geschichte“ wird eine aktive Mitarbeit und Teilhabe in Projekten, Initiativen oder Organisationen verstanden, die das Wissen und den Erhalt kultureller und/oder historischer Güter fördern.
Mögliche Anlaufstellen sind u.a. (Naturkunde- und Technik-) Museen sowie Denkmalschutzstiftungen, welche historische Gebäude, Schiffe und Hafenanlagen oder unterirdische Bauten betreuen, oder auch Engagement in anderen kulturellen Bereichen wie z.B. Musik- oder Kunstvereinen oder im Bereich von Literatur (z.B. in den Bücherhallen) sind möglich. Die Anerkennung von Aktivitäten im Rahmen von Projekten, Initiativen oder Organisationen mit eigenwirtschaftlichem Zweck, demokratiefeindlicher Zielsetzung und/oder in politischen Parteien ist ausgeschlossen.
Ziel des „sozialen Lernens im Rahmen gesellschaftlichen Engagements“ im o.g. Kontext ist der Erwerb bzw. die Vertiefung von Kompetenzen auf Seiten der Studierenden durch ihr Engagement. In dieser Veranstaltung engagieren sich Studierende für mindestens 40h in gesellschaftlichen Projekten.
Ergänzt wird das Engagement durch 20 h Präsenslehre inkl. Beratungszeit.
Die Auftaktveranstaltung dient zur allgemeinen Einführung in das Seminar, sowie für eine erste thematische Einführung in den Bereich der Kultur und das Lernumfeld. Der Fokus des Termins liegt jedoch in der Anleitung zur Selbstreflexion. Diese Kombination ermöglicht es den Studierenden von Anfang an die Lernsituation vor Ort sowie die eigenen Kompetenzen strukturiert und erfolgreich zu reflektieren
In der zweiten Veranstaltung sollen im Sinne der Selbstreflexion erste Erfahrungen und Erlebnisse in der Gruppe besprochen und
Seite 3 von 7
erläutert werden. Hierbei ermöglicht eine vertrauensvolle Atmosphäre eine offene Auseinandersetzung mit dem Erlebten. Thematisch fokussiert sich dieser Termin mit dem Themenkomplex der Kultur. Wir beschäftigen uns damit, was Kultur und Kulturgüter sind und betrachten die Einflüsse auf die Gesellschaft und die Bedeutung für die Menschheitsgeschichte kritisch. Auch einbezogen werden (Völker)rechtliche Aspekte, wie die UNESCO, die Haager Konventionen oder Kultur(-güter) im deutschen und europäischen Recht.
Die dritte Veranstaltung bietet einen Einblick in den Bereich des Sozialen Engagements. Es werden Einflüsse und Einsatzgebiete in der Gesellschaft kritisch betrachtet, rechtliche Grundlagen beleuchtet und auch Vor- und Nachteile erarbeitet. Hierbei fließen die Erfahrungen aus dem abgeleisteten Engagement ein. Abschließend sollen das eigene Engagement sowie Handeln kritisch hinterfragt werden und ein persönliches Fazit formuliert werden.
Der Selbstreflexionsbericht als Prüfungsleistung ist aufgeteilt in die folgenden drei Teile.
1. Projekt-, Ziel-, Aufgabenbeschreibung
2. Selbstreflexion
3. Lessons Learned

Die Suche und Teilhabe am Engagement erfordern und fördern Eigeninitiative und Eigenverantwortung.
Dennoch fußt das gesellschaftliche Engagement auf uneigennützigen Zielen und zeugt von vorhandener Hilfsbereitschaft.
Die offene Auseinandersetzung in der Gruppe über die eigenen Erlebnisse und die der anderen, stärkt das achtsame und empathischen Miteinander und weitere kommunikative Kompetenzen.
Die Master Studierenden werden zum Hinterfragen und zur kritischen Betrachtung aufgefordert, um das kritische Denken zu fördern.
Mit der Prüfungsleistung wird die Selbstreflexionsfähigkeit ausgebildet.
Je nach Tätigkeitsfeld im selbst gewählten Engagement werden zusätzlich weitere Kompetenzen ausgebildet.

Literatur

-(keine Angaben)

In der Regel werden die Seminarbestandteile (das Begleitseminar, das Engagement sowie die Prüfungsleistung) innerhalb eines Semesters abgelegt. Nach Absprache besteht jedoch die Möglichkeit das Engagement - auf eigenen Wunsch des Studierenden - über zwei Semester zu absolvieren. Sollte das Seminar im folgenden Semester entfallen (z.B. zu geringe Teilnehmerzahl), gibt es trotzdem die Möglichkeit die Prüfungsleistung abzulegen. Beispiel: TN des SoSe können die Prüfungsleistung auch im folgenden WiSe -im Sinne einer Wiederholungsprüfung- ablegen.

Lehrveranstaltung L2485: Engagement für Nachhaltigkeit - Kompetenzen für zukünftige forschungsorientierte Aufgaben oder strategieorientierte Tätigkeiten reflektieren

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Schriftliche Ausarbeitung
Prüfungsdauer und -umfang 10 Seiten + mündliche Präsentation
Dozenten Michaela Anderl
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Diese Veranstaltung ermöglicht Studierenden sich in insgesamt 40h in einem Projekt, einer Initiative oder einer Organisation, mit einer ökologischen, ökonomischen oder sozialen Nachhaltigkeits-Ausrichtung zu engagieren. Potenzielle Ziele sind die aktive Mitgestaltung und Unterstützung, um den Erhalt oder die Verbesserung von Lebensbedingungen und -räumen gegenwärtiger und zukünftiger Generationen zu fördern. Dazu zählen insbesondere Tätigkeiten in den Bereichen Ressourcenschonung, Umwelt- und Naturschutz oder die Stärkung fairen Handelns. Als geeignet gelten z. B. Tätigkeiten bei dem NABU, dem BUND, dem Gut Karlshöhe und der Hamburger Tafel. Die Anerkennung von Aktivitäten in Organisationen mit demokratiefeindlicher Zielsetzung sowie in politischen Parteien ist ausgeschlossen. Für die Beratung und Begleitung der Studierenden sind 20h Präsenzlehre (verpflichtend) inkl. Beratungszeit vorgesehen. Insbesondere unterstützt die Kursleitung bei der Auswahl der Tätigkeit und der methodischen Umsetzung der Reflexionsaufgabe. Darüber hinaus bietet die Lehrveranstaltung Gelegenheit zum Austausch mit Studierenden aus den anderen Social Learning Seminaren. Am Ende des Seminars steht eine mündliche Arbeit (Referat), in dem das gesellschaftliche Engagement reflektiert wird.


Literatur

-(keine Angaben)

In der Regel werden die Seminarbestandteile (das Begleitseminar, das Engagement sowie die Prüfungsleistung) innerhalb eines Semesters abgelegt.  Nach Absprache besteht jedoch die Möglichkeit das Engagement - auf eigenen Wunsch des Studierenden - über zwei Semester zu absolvieren. Sollte das Seminar im folgenden Semester entfallen (z.B. zu geringe Teilnehmerzahl), gibt es trotzdem die Möglichkeit die Prüfungsleistung abzulegen. Beispiel: TN des SoSe können die Prüfungsleistung auch im folgenden WiSe -im Sinne einer Wiederholungsprüfung- ablegen.

Lehrveranstaltung L3511: Engagement gegen Armut - Kompetenzen für zukünftige forschungsorientierte Aufgaben oder strategieorientierte Tätigkeiten reflektieren

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang 15 Minuten
Dozenten Lara Thien
Sprachen DE/EN
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt
Literatur

Lehrveranstaltung L3486: Ethical Innovation and AI

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang 40 Minuten
Dozenten Dr. Jonas Bozenhard
Sprachen EN
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Artificial Intelligence is a field of rapid innovation and is set to fundamentally transform numerous domains. In this context, we are confronted with significant ethical and sociotechnical challenges, particularly with respect to issues like fairness, autonomy, disinformation, security, and human-machine interaction. In the seminar, participating students practically explore how innovation in AI development can be aligned with ethics and responsibility. They learn how ethical standards can be integrated into the various stages of technological development. Through this, students gain an understanding of the ethical implications of technological innovation, as well as the dangers associated with current AI systems, and they get to know methods for mitigating these risks. These competencies are relevant to fields such as research and development, entrepreneurship, tech policy, technology assessment, and many others. Methodologically, the seminar draws on approaches like Ethics by Design and Challenge-Based Learning. Moreover, it offers insights into the functioning of AI, with a focus on generative models, and conveys important concepts and frameworks from inclusive design theory, innovation theory, and technology ethics. The seminar thus empowers students to think holistically about innovation processes and the ethical dimensions of AI, and to contribute to the responsible development of this technology.

The seminar empowers participating students to analyse the ethical and sociotechnical challenges posed by AI, while exploring methods to integrate ethical standards and values into the design process. As a result, students cultivate critical thinking and ethical reasoning skills. In addition, they gain competencies in inclusive and value-sensitive design. They develop a better understanding of AI and the ethical implications involved in the different stages of the AI lifecycle. Lastly, students enhance key soft skills such as collaboration and presentation techniques.

Literatur

- Brey, Philip ; Dainow, Brandt. 2024. “Ethics by Design for Artificial Intelligence”, in AI and Ethics 4(4), pp. 1265-77                                        - Nyholm, Sven. 2023. This is Technology Ethics: An Introduction (Hoboken: John Wiley & Sons, Inc.)                                                            - Umbrello, Steven. 2024. Technology Ethics: Responsible Innovation and Design Strategies (Cambridge: Polity Press)                                      - van den Hoven, Jeroen, Pieter E. Vermaas, and Ibo van de Poel (eds.): Handbook of Ethics, Values, and Technological Design: Sources, Theory, Values and Application Domains (Dordrecht : Springer Netherlands)                                                                                   - Woot, Philippe de. 2017. Responsible Innovation (London: Routledge)

Lehrveranstaltung L3434: Forschungskommunikation: Wissenschaftlich fundiert präsentieren und kritisch diskutieren

Typ Projekt-/problembasierte Lehrveranstaltung
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Schriftliche Ausarbeitung
Prüfungsdauer und -umfang Auftaktveranstaltung: Vermittlung der Themen systematische Literaturanalyse und Forschungsfragen/-hypothesen Zum eigenen Vortrag: 1x Präsentation des eigenen Themas - 1x kurze schriftliche Ausarbeitung zu erhaltenem Feedback (Selbstreflexion) Zu Fremdvorträgen: 2x Bewertung der Gliederung und wissenschaftlicher Aufbau sowie Bewertung der Mimik, Gestik und Sprache -2x Fragen stellen
Dozenten Prof. Dieter Krause, Prof. Arne Speerforck, Prof. Bodo Fiedler, Prof. Hermann Lödding, Prof. Nikola Bursac, Prof. Sara Checa Esteban, Prof. Thorsten Schüppstuhl
Sprachen DE/EN
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

In der wissenschaftlichen Praxis reicht es nicht aus, Forschungsergebnisse verständlich zu präsentieren - sie müssen auch methodisch fundiert und argumentativ überzeugend dargelegt werden. Dieser Kurs vermittelt Masterstudierenden zentrale Fähigkeiten zur präzisen Formulierung von Forschungsfragen, zur fundierten Ableitung von Hypothesen sowie zur kritischen Auseinandersetzung mit relevanter Fachliteratur. Eine zentrale Rolle spielt dabei die wissenschaftliche Aufarbeitung und Darstellung eines komplexen Themas mittels systematischer Literaturanalyse. Neben der inhaltlichen Aufbereitung und grafischen Gestaltung von Präsentationen wird besonders Wert auf die fachlich präzise und publikumsorientierte Sprache gelegt. Der Schwerpunkt des Kurses liegt auf der wissenschaftlichen und überzeugenden Darstellung eines fundierten Themas. Studierende lernen, Forschungsfragen klar herauszuarbeiten, Hypothesen methodisch fundiert zu begründen und eine Literaturanalyse systematisch in ihre Argumentation zu integrieren. Nach den Präsentationen folgen intensive Diskussions- und Feedbackphasen, in denen die Vortragenden durch gezielte Rückmeldungen von Mitstudierenden und Lehrenden ihre wissenschaftliche Argumentationsweise und Präsentationstechnik reflektieren und optimieren können.

Literatur

Schulenburg - Exzellent präsentieren: die Psychologie erfolgreicher Ideenvermittlung - Werkzeuge und Techniken für herausragende Präsentationen;

Lange - Mündliche Wissenschaftssprache Kommunizieren - Präsentieren - Diskutieren

Lehrveranstaltung L0970: Fremdsprachkurs

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Klausur
Prüfungsdauer und -umfang 60 min
Dozenten Kathrin Heuking
Sprachen
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Studierende können hier einen Fremdsprachkurs aus dem Angebot wählen, dass die Hamburger Volkshochschule im Auftrag der TUHH konzipiert hat und auf dem Campus anbietet. Es handelt sich um Kurse in den Sprachen Englisch, Chinesisch, Französisch, Japanisch, Portugisisch, Russisch, Schwedisch, Spanisch und Deutsch als Fremdsprache. In allen Sprachen werden zielgerichtet allgemeinsprachliche Kenntnisse vermittelt, in Englisch enthalten zudem alle Kurse fachsprachliche Anteile (English for technical purposes).


Die aktuellen Prüfungsmodalitäten der Fremdsprachkurse sind auf der TUHH - Anmeldeseite für die Fremdsprachkurse abgebildet.

Literatur Kursspezifische Literatur / selected bibliography depending on special lecture programm.

Lehrveranstaltung L3189: From Cybernetics to Cyborgs - Introduction to Science and Technology Studies

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang 20 Minuten Referat, Vorbesprechung vor Referatstermin. Eigenes aktives Feedback in den Sitzungen zu allen anderen Referaten.
Dozenten Jannis Steinke
Sprachen EN
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

The seminar will start with an introduction to Science and Technology Studies (STS) using Katherine Hayles' history of cybernetics (systemic thinking within technology development) as an example. Subsequently, the specifics of feminist STS will be elaborated by jointly exploring Donna Haraway's seminal writings of Situated Knowledges and the Cyborg Manifesto. Here, the cyborg is a boundary-pushing hybrid of human and machine, but also a being that radically renegotiates the question of the separability between technology and organism. These different ways of thinking and approaching will be traced, illustrated and discussed together using numerous examples of technological innovations (chat GPT, autonomous weapon systems, crash test dummies, etc.).

Literatur

Katherine Hayles (1999): How we became posthuman!

Judy Wajcman “Gender in der Technologieforschung“ (2002)

Lucy Suchman/Jutta Weber. Human-Machine Autonomies (2016) In N. Bhuta, S. Beck, R. Geis, H.-Y. Liu, & C. Kreis (Eds.), Autonomous Weapons Systems (pp. 75-102). Cambridge, UK: Cambridge University Press.

Donna Haraway „Situiertes Wissen“ (1988/1995)

(Vorschläge; davon werden 3 Grundlagentexte ausgewählt und mit gezielten Leseaufträgen verteilt)



Lehrveranstaltung L1883: Gast, Barbar oder gleichberechtigtes Subjekt? ‚Der Flüchtling’ in der Geschichte der ‚westlichen’ politischen Ideen.

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang 5-10 Minuten Vortrag im Rahmen eines Gruppenreferats; anschließend Diskussion
Dozenten Dr. Simone Beate Borgstede
Sprachen DE/EN
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Das Seminar setzt sich mit Konzepten ‚des Flüchtlings’ in der Geschichte der ‚westlichen’ politischen Ideen über eine Zeitspanne von ca. 2750 Jahren auseinander. Wir versuchen diese als historisch distinkt einzuordnen. Dabei werden auch damit einhergehende Stereotype und Bilder auf ihre Wirkmächtigkeit untersucht. Dazu lesen und kontextualisieren wir philosophische, soziologische, juristische, literarische und politische Texte. Im zweiten Teil des Seminars wenden wir die darin erkannten Figuren auf gegenwärtige gesellschaftliche Diskurse zu Flucht und Migration an. Hier geht es auch darum, alternative Vorstellungen in den Artikulationen und Praktiken der Geflüchteten selbst zu erkennen.

Literatur

Agamben, Giorgio, ‚Homo Sacer: Die souveräne Macht und das nackte Leben.’

Arendt, Hannah, ‚Wir Flüchtlinge’ und ‚Das Recht, Rechte zu haben’.

Aristoteles, Politik und Platon, Politeia (Auszüge).

Derrida, Jacques, ‚Weltbürger aller Länder, noch eine Anstrengung!’

Erpenbeck, Jenny: Gehen, ging, gegangen. Roman.

Genfer Konvention und Menschenrechtserklärung.

Homer, Die Odyssee.

Simmel, Georg, ‚Exkurs über den Fremden’.

Dazu kommen Textstellen aus Bibel und Koran, aktuelle Interviews mit Migrationsforscher_innen wie Manuela Bojadzijev und Vassilis Tsianos, aber auch Erklärungen von Geflüchteten-Gruppen, Musiktexte, Fotographien und Filmspots.

Lehrveranstaltung L1844: Stay Cool in Conflict. Nonviolent Communication by Marshall Rosenberg

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang 2-3 Seiten bzw. 10-20 Minuten plus anschließende Besprechung
Dozenten Dr. Claudia Wunram
Sprachen EN
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

„Words can build bridges or create rafts“ - this is also true for the scientific and business world. For example, how do I react if I get attacked in a professional debate by an opponent or by a colleague in my team, or if a fight arises during the planning of a project? In a challenging situation, what will help me to communicate respectfully and with appreciation? How can I express criticism or irritation honestly, directly and without reproach? 

Nonviolent Communication is a concept developped by Marshall B. Rosenberg, Ph.D., intended to help create an appreciative attitude towards oneself and others, and to live by it. Nonviolent Communication opens paths to express oneself in a mindful and responsible way, so that a bridge can be built even in challenging situations of conflict. Effective and satisfactory cooperation is only possible with well functioning communication between all parties involved, otherwise things will become difficult and inefficient.

By working with their own examples and anticipating questions that might arise in their future professional lives, the students of Engineering Sciences will be able to reflect their own communicative behavior and learn ways of cooperation and conjoint solution finding. This course will impart the essential competencies of communication necesary for that.

Literatur German:
  • Rosenberg, Marshall.  (2001) Gewaltfreie Kommunikation. Eine Sprache des Lebens. Junfermann
  • Rosenberg, Marshall B. und Seils, Gabriele. (15. Auflage 2012) Konflikte lösen durch Gewaltfreie Kommunikation. Ein Gespräch mit Gabriele Seils. Herder Taschenbuch
  • Larsson, Liv. (2013) 42 Schlüsselunterscheidungen in der GFK. Für ein tieferes Verständnis der Gewaltfreien Kommunikation. Junfermann
  • De Haen, Nayoma V. und Torsten Hardieß. (2015) 30 Minuten Gewaltfreie Kommunikation. Gabal
  • Connor, Jane M. und Killian, Dian, Drs. (2014) Verbindung herstellen - Trennendes überbrücken. Mit jedermann, jederzeit und überall eine gemeinsame Ebene finden. Praktische GFK für den Alltag. Junfermann
  • Dietz, Angela. (2015) Macht ohne Machtwort. Verantwortung übernehmen, Potenziale entfalten. Business Village
  • Miyashiro, Marie R. (2013) Der Faktor Empathie. Ein Wettbewerbsvorteil für Teams und Organisationen. Junfermann
  • Brüggemeier, Beate. (2010) Wertschätzende Kommunikation im Business. Wer sich öffnet, kommt weiter. Wie Sie die GFK im Berufsalltag nutzen. Junfermann
  • Heim, Vera und Lindemann, Gabriele. (2016) Beziehungskompetenz im Beruf. Brücken bauen mit Empathie und Gewaltfreier Kommunikation. Haufe Taschen Guide

English:

  • Rosenberg, Marshall B., Ph.D. (3rd Edition 2015) Nonviolent Communication: A Language of Life. Create your Life, your Relationships, and your World in Harmony with your Values. Puddledancer Press
  • Connor, Jane, Ph.D. and Killian, Dian, Ph.D. (2nd edition 2012) Connecting Across Differences: Finding Common Ground with Anyone, Anywhere, Anytime. Puddledancer Press
  • Miyashiro, Marie R. (2011) The Empathy Factor. Your Competitive Advantage for Personal, Team and Business Success. Puddledancer Press
  • Roele, Hugo and Rich-Tolsma, Matthew, Drs. (2015) The Book of Needs. A Structural Model for Listening. Kommunikasie.nl
  • Kashtan, Miki. (2014) Reweaving our Human Fabric. Working Together to Create a Nonviolent Future. Fearless Heart Publications


Lehrveranstaltung L3294: Geschichte in Farbe. Gesellschaftsfragen vom Mittelalter bis heute

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang 15 Minuten Referat, 30 Minuten selbstgeleitete Diskussion
Dozenten Dr. Lilian Adlung-Schönheit
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Kunst eröffnet Einblicke in Fragen und auch Antworten unterschiedlicher Gesellschaften und unterschiedlicher Zeiten. Heute wird Kunst mit Kreativität verbunden, öffnet Vorstellungsräume und lädt zu Diskussionen über Sinn und Unsinn menschlicher Kreationen und Handlungen ein, eröffnet Möglichkeitsräume Utopien und Dystopien zu veranschaulichen. Der Großteil der Kunstwerke weltweit waren jedoch gebrauchs- oder Auftragswerke, die einen klaren Nutzen hatten. Mit dem modernen Blick auf Kunst als Medium des Diskurses lassen sich auch ältere Werke als Ausdruck historischer Diskurse lesen. Über die Kunstwerke der Hamburger Kunsthalle und des Museums der Arbeit nähern wir uns im Kurs dem Wandel ethischer Normen und unterschiedlichen Weltanschauungen vom Mittelalter bis ins 21. Jh.

ACHTUNG: Veranstaltungsort ist die HH'er Kunsthalle - Eintritt frei!

Literatur

Referatsvorbereitung & begleitende Lektüre.

Vor ausgewählten originalen Kunstwerken der Hamburger Kunsthalle diskutieren wir zeitgebundene und konstante Bedürfnisse und Intentionen von Menschen und Gesellschaften. Über historische Kontexte aus den letzten 8 Jahrhunderten der eurasischen Geschichte hinterfragen wir, inwieweit politische, religiöse, wissenschaftliche und klimatische Umstände in der Kunst in Erscheinung treten und was diese über die Formierung von Gesellschaftsfragen und -normen verraten können.

In kurzen Impulsreferaten durch Zweier- bis Dreiergruppen von Studierende werden die recherchierbaren historischen und kunsthistorischen Daten und Thesen der Gruppe vermittelt.

Jedes Team bereitet Diskussionsfragen zu ihrem Thema vor, die wir in der Gruppe auch anhand weiterer Werke erörtern.


 


Lehrveranstaltung L2345: Hochschuldidaktik in Theorie, Forschung und Praxis

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Fachtheoretisch-fachpraktische Arbeit
Prüfungsdauer und -umfang Schriftliche Ausarbeitung (in mehreren Teilen) sowie eine Präsentation
Dozenten Prof. Christian Kautz, Jenny Alice Rohde
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Die Veranstaltung behandelt in Seminarform theoretische Grundlagen sowie praktische Anregungen zu einer Tätigkeit als Tutorin oder Tutor in Gruppenübungen an der TUHH. Sie bietet darüber hinaus die Möglichkeit, diese Tätigkeit zu reflektieren, u. a. im Rahmen von Hospitationen.

Zum Vorwissen / den Veranstaltungsvoraussetzungen:

Diese Veranstaltung setzt grundlegende erste Arbeits-/Zusammenarbeitserfahrungen in den wissenschaftlichen Arbeitsstrukturen einer Hochschule voraus, die Masterstudierende im Rahmen der Qualifikation für den Bachelorabschluss an einer Hochschule erworben haben.

Zu diesen vorausgesetzten Arbeitserfahrungen gehören spezifische Selbst/Lernerfahrungen an einer Hochschule.

Diese werden aufgegriffen, reflektiert, ausgebaut und theoretisch wie praktisch im Hinblick auf das Lernen von und in Gruppen und das spätere Anleiten dieses Lernprozesses weiterentwickelt.

Weiter werden Erfahrungen mit verschiedenen hochschulischen Lern-/Gruppentypen, die im Rahmen eines Studiums, die im Laufe des Bachelorstudiums erworben wurden, hier im Masterstudium vorausgesetzt, aufgegriffen, reflektiert, ausgebaut und weiterentwickelt.

Die Lehrveranstaltung setzt außerdem grundlegende Kenntnisse des Präsentierens von wissenschaftlichen Arbeitsergebnissen voraus, die Masterstudierenden mit Bachelorabschluss erworben haben.

In der Lehrveranstaltung wird diese Erfahrung mit und in Darstellung in Gruppensituation ausgebaut und weiterentwickelt in Richtung der Auseinandersetzung der Studierenden mit der eigenen Rolle sowie mit deren Ausgestaltung in Face-to-Face Interaktion sowie in Gruppenprozessen, Lern- und Führungssituationen, da Masterabsolvent*innen nach Abschluss anders als Bachelorabsolvent*innen beruflich stärker in einer Moderationsrolle und mit der Führung von Menschen denn mit der Führung in Sachthemen gefordert sind.

Entsprechend der späteren Berufsrolle wird in der Arbeit im Seminar die von Masterabsolvent*innen deutlich mehr als von Bachelorabsolvent*innen erwartete Befähigungen zu selbstständigem Arbeiten und Lernen, Übertragung des Erlernten auf neue Gebiete, Mitgestaltung, Diskussionsbeteiligung und das Einbringen eigener Beispiele und Interessen gefördert und ermöglicht.


Lernziele

Fachkompetenz:

Wissen: Die Studierenden haben Kenntnisse in den folgenden Bereichen erworben:

- Feedbackregeln und -methoden

- Moderations- und Präsentationstechniken

- Lernprozesse und Lernziele

- Planung einer Veranstaltung (Planungsraster)

- Neurodidaktik, Motivation, didaktisch begründete Aufgabenreduktion, Gruppendynamik, Korrektur von Aufgaben, Störungsstufen und Interventionen in der Lehre

- Methoden zur Förderung der Mitarbeit von Studierenden

- Prinzip der Minimalen Hilfe nach Zech, Fragetechniken, Think-Pair-Share

- Methoden und Ergebnisse der Fachdidaktik

- Methoden, Arbeitsweisen und Erkenntnisse der empirischen Hochschuldidaktik

- Taxonomien kognitiver Prozesse

Fertigkeiten: Die Studierenden sind auf Basis des erlernten Wissens in der Lage:

- Feedbackregeln und -methoden anzuwenden

- den Transfer aus den Methoden und Ergebnissen der Fachdidaktik auf das eigene Tutorium zu leisten

- grundlegende Moderations- und Präsentationskompetenzen anzuwenden

- Methoden zur Förderung der Mitarbeit von Studierenden einzusetzen

- einfache Methoden der fachdidaktischen Forschung zur Identifizierung von

Verständnisschwierigkeiten einzusetzen

- eine Feedback-Methode für Unterricht in Kleingruppen auszuwählen, dafür relevante

Fragestellungen zu entwickeln und diese einzusetzen

- (Übungs-)Aufgaben anhand von Lernzieltaxonomien sowie der Ergebnisse fachdidaktischer Forschung zu beurteilen

- zu erkennen, wann der Einsatz welcher Lehr-/Lernmethode sinnvoll ist

- Vorgehensweisen in der Lehre sowie die zugrunde liegenden Annahmen von Lehrenden anhand üblicher Lerntheorien einzuordnen.

Personale Kompetenz:

Sozialkompetenz: Die Studierenden sind nach Abschluss des Seminars in der Lage:

- Lernende mit Hilfe von Methoden zu motivieren und so die Mitarbeit zu fördern

- ihre eigene Rolle als Lehrende zu reflektieren

- einen positiven Beitrag für ein angenehmes Arbeits- bzw. Lernklima zu leisten

- Anwendungsmöglichkeiten der erworbenen Kompetenzen (Gruppenleitung, Fähigkeit, auf unterschiedliche Menschentypen eingehen zu können etc.) auf weitere Bereiche (berufliche Zukunft) erkennen

- Erkenntnisse an betreuende Lehrende und andere Tutorinnen und Tutoren weitergeben (Verständnisschwierigkeiten ihrer Teilnehmenden etc.)

- Die Möglichkeiten und Grenzen ihres Einflusses als Tutor/in zu reflektieren (z. B. Motivierung von Studierenden) und ihr Verhalten entsprechend anzupassen

Selbstständigkeit: Die Studierenden sind nach Abschluss des Seminars in der Lage:

- kurze Veranstaltungen (im Rahmen ihrer Möglichkeiten) mit Hinblick auf Lernprozesse und Lernziele zu planen und durchzuführen

Lernende durch Hilfestellungen zu begleiten





Literatur

Auszüge aus Fachliteratur zu oben genannten Themen werden in der Veranstaltung ausgegeben.

Bandura, A. (1997). Self-efficacy: The exercise of control. New York: Freeman.

Bosse, E. (2016). Herausforderungen und Unterstützung für gelingendes Studieren: Studienanforderungen

und Angebote für den Studieneinstieg. In I. van den Berk, K. Petersen, K. Schultes, &

K. Stolz (Hrsg.). Studierfähigkeit - theoretische Erkenntnisse, empirische Befunde und praktische

Perspektiven (Bd. 15). (S.129-169). Hamburg: Universität Hamburg.

Collins, D. & Holton, E. (2004). The effectiveness of managerial leadership development programs: A meta-analysis of studies from 1982 to 2001. Human resource development quarterly, 15(2),

217 - 248.

Danielsiek, H., Hubwieser, P., Krugel, J., Magenheim, J., Ohrndorf, L., Ossenschmidt, D., Schaper,

N. & Vahrenhold, J. (2017). Verbundprojekt KETTI: Kompetenzerwerb von Tutorinnen und Tutoren in der Informatik. In A. Hanft, F. Bischoff, B. Prang (Hrsg.), Working Paper Lehr-/Lernformen. Perspektiven aus der Begleitforschung zum Qualitätspakt Lehre. Abgerufen von KoBF:

Freeman, S., Eddy, SL., McDonough, M., Smith, M. K., Okoroafor, N., Jordt, H. & Wenderoth, M. P. (2014). Active learning increases student performance in science, engineering, and mathematic.

Proceedings of the National Academy of Sciences 11(23), 8410-8415.

Glathe, A. (2017). Effekte von Tutorentraining und die Kompetenzentwicklung von MINTFachtutor*

innen in Lernunterstützungsfunktion. (Nicht veröffentlichte Dissertation). Technische

Universität Darmstadt, Deutschland.

Kirkpatrick, D. L. (1959). Techniques for Evaluation Training Program. Journal of the American Society

of Training Directors, 13, 21-26.

Hänze, M. Fischer, E. Schreiber, Biehler, R. & Hochmuth, R- (2013). Innovationen in der Hochschullehre:

empirische Überprüfung eines Studienprogramms zur Verbesserung von vorlesungsbegleitenden

Übungsgruppen in der Mathematik. Zeitschrift für Hochschulentwicklung, 8(4), 89-

103.

Kröpke, H. (2014). Who is who? Tutoring und Mentoring - der Versuch einer begrifflichen Schärfung.

In D. Lenzen & H. Fischer (Hrsg.), Tutoring und Mentoring unter besonderer Berücksichtigung

der Orientierungseinheit (Bd. 5). (21-29). Hamburg: Universitätskolleg-Schriften.

Kühlmann, T. (2007). Fragebögen. In J. Straub, A. Weidemann & D. Weidemann (Hrsg.), Handbuch

interkulturelle Kommunikation und Kompetenz (346-352). Stuttgart: Metzler.

Mayring, P. (2010). Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken (11. aktualisierte und überarbeitete

Auflage). Weinheim/Basel: Beltz.

Mummendey, H. D. (1981). Methoden und Probleme der Kontrolle sozialer Erwünschtheit (Social

Desirability). Zeitschrift für Differentielle und Diagnostische Psychologie, 2, 199-218.

Rohde, J. & Block, M. (2018). Welche Herausforderungen und Bewältigungsstrategien berichten

Tutor/innen der Ingenieurwissenschaften? Eine explorative Analyse von Reflexionsberichten. Vortrag

auf der 47. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik, Karlsruhe.

Heterogenität der Studierenden und Lösungsansätze von Tutor/-innen

Jenny Alice Rohde. Posterpräsentation auf der Tagung “Tutorielle Lehre und Heterogenität”. Technische Universität Darmstadt, 16.05.2019.Hochschuldidaktische Tutorenqualifizierung - Eine Basisqualifizierung des akademischen Nachwuchses und Chance für den Wandel der Lehr-/Lernkultur?

Jenny Alice Rohde & Caroline Thon-Gairola. Posterpräsentation auf der DGHD am 07.03.2019.Welches Lehrverhalten zeigen geschulte Tutor/innen? Eine explorative Analyse selbst- und fremdwahrnehmungsbasierter Reflexionsberichte

Jenny Alice Rohde & Nadine Stahlberg. In: die hochschulehre (2019).

Schneider, M. & Preckel, F. (2017). Variables associated with achievement in higher education: A

systematic review of meta-analyse. Psychological Bulletin, 143(6), 565-600.

Skylar Powell, K. & Yalcin, S. (2010). Managerial training effectiveness: A meta-analysis 1952-2002.

Personnel Review, 39(2), 227-241.

27 Welches Lehrverhalten zeigen geschulte Tutor/innen

d ie hochs chul l ehre 2019 www.hochschullehre.org

Stes, A., Min-Leliveld, M., Gijbels, D. & Van Petegem, P. (2010). The impact of instructional development

in higher education: The state-of-the-art of the research. Educational Research Review,

5(1), 25-49.

Stroebe, W. (2016). Why Good Teaching Evaluations May Reward Bad Teaching: On Grade Inflation

and Other Unintended Consequences of Student Evaluation. Perspectives on Psychological Science,

11(6), 800-816.

Technische Universität Hamburg (2018). Kennzahlen 2017. Hamburg: Technische Universität Hamburg.

[https://www.tuhh.de/tuhh/uni/informationen/kennzahlen.html]

Thumser-Dauth, K. (2008). Und was bringt das? Evaluation hochschuldidaktischer Weiterbildung.

In B. Berendt, H.-P. Voss & J. Wildt (Hrsg.), Neues Handbuch Hochschullehre. Lehren und Lernen

effizient gestalten. Kap. L 1.11 Hochschuldidaktische Aus- und Weiterbildung. Veranstaltungskonzepte

und -modelle. Berlin: Raabe. S. 1-10.

Wibbecke, G. (2015): Evaluation einer hochschuldidaktischen Weiterbildung an der Medizinischen

Fakultät Heidelberg. Dissertation. Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

Willige, J., Woisch, A., Grützmacher, J. & Naumann, H. (2015a). Randauszählung Studienqualitätsmonitor

2014, Technische Universität Hamburg-Harburg, Online-Befragung Studierender im

Sommersemester 2014, DZHW - Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung.

Willige, J., Woisch, A., Grützmacher, J. & Naumann, H. (2015b). Randauszählung Studienqualitätsmonitor

2015, Technische Universität Hamburg-Harburg, Online-Befragung Studierender im

Sommersemester 2015, DZHW - Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung.

Winkler, M. (2018). Tutorielle Lehransätze im Vergleich. Die KOMPASS Begleitforschung. Vortrag

gehalten am 12.03.2018 auf dem Netzwerktreffen Tutorienarbeit an Hochschulen in Würzburg.

Zech, F. (1977). Grundkurs Mathematikdidaktik: theoretische und praktische Anleitungen für das

Lehren und Lernen im Fach Mathematik. Weinheim: Beltz.

Lehrveranstaltung L2015: Intercultural Management - Theory and Awareness Training

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Schriftliche Ausarbeitung
Prüfungsdauer und -umfang 15 Minuten Vortrag und dessen schriftliche Ausarbeitung (10 Seiten)
Dozenten Prof. Jürgen Rothlauf
Sprachen EN
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

The subject of the course is the deepening of the intercultural dimension of international management in relation to fundamental challenges, the importance of culture in team work and leadership of large multinational companies. In addition, culture-awareness trainings are discussed and carried out.

Literatur

Rothlauf, J (2014): A Global View on Intercultural Management - Challenges in a Globalized World, De Gruyter Oldenbourg Verlag, 360 p

Lehrveranstaltung L3490: Join Mini Challenges of the ECIU University WiSe25/26

Typ Projekt-/problembasierte Lehrveranstaltung
SWS 3
LP 3
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 48, Präsenzstudium 42
Prüfungsart Fachtheoretisch-fachpraktische Arbeit
Prüfungsdauer und -umfang 90h Arbeitsaufwand
Dozenten Prof. Kerstin Kuchta
Sprachen EN
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt
Literatur

Lehrveranstaltung L3491: Join Nano Challenges of the ECIU University WiSe25/26

Typ Projekt-/problembasierte Lehrveranstaltung
SWS 1
LP 1
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 16, Präsenzstudium 14
Prüfungsart Fachtheoretisch-fachpraktische Arbeit
Prüfungsdauer und -umfang 30 Stunden Arbeitsaufwand
Dozenten Prof. Kerstin Kuchta
Sprachen EN
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt
Literatur

Lehrveranstaltung L2853: Join Standard Challenges of the ECIU University

Typ Projekt-/problembasierte Lehrveranstaltung
SWS 6
LP 6
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 96, Präsenzstudium 84
Prüfungsart Fachtheoretisch-fachpraktische Arbeit
Prüfungsdauer und -umfang 180 Stunden Arbeitsaufwand
Dozenten Prof. Kerstin Kuchta
Sprachen EN
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Join multidisciplinary and international teams at the ECIU University and solve standard challenges linked to the SDG11 - Sustainable cities and communities, provided by business and societal partners across Europe. Participation in standard challenges will allow you to make a real impact in the community, city, or region by solving real-time local, national, and global challenges with a new way of learning - the challenge-based learning.

General procedure of a challenge:

  1. The standard challenge is provided by a city, region or business stakeholder and is entered on the ECIU University Challenge platform (challenges.eciu.org).
  2. You register to the standard challenge you find relevant on the platform.
  3. An international and interdisciplinary team is formed from registered participants from all ECIU partner universities and a team facilitator from the host university is assigned.
  4. You work with the team on the standard challenge, engage, investigate, and propose non-technical solutions using the challenge-based learning methodology (https://eciu.tuhh.de/challenge-based-learning/).
  5. During the process, you can select relevant micro-modules from ECIU member universities that help you gain additional knowledge or skills that are relevant to solve the standard challenge.
  6. Finally, teams deliver their outputs - which may include services, products, research questions, start-ups and spin-offs.

By working in multi-disciplinary and/or international teams, you will build up inter-cultural competences and increase your network of expertise by developing problem-solving and team-work skills.

TUHH is major part of the ECIU University leading institution related to the Challenge-based learning. All ECIU challenges will constantly be updated at the challenge platform: challenges.eciu.org

“Standard challenges” are challenges in the ECIU University that are supposed to be done within 3-6 months. Focus is to define your actual challenge, find suitable solution(s) and to implement as well as evaluate and publish them. https://eciu.tuhh.de/cbl-in-more-detail/

This course is aimed at Master students from member universities of the ECIU network (www.eciu.org). The course requires an independent approach to work, the willingness to learn independently about new non-technical topics and research methods, and the motivation to learn and actively participate in an international/disciplinary team.

Literatur

ECIU UNIVERSITY 2030, CONNECTS U FOR LIFE

https://www.eciu.org/news/eciu-university-2030-connects-u-for-life

TOWARDS A EUROPEAN MICRO-CREDENTIALS INITIATIVE

https://www.eciu.org/news/towards-a-european-micro-credentials-initiative

Lehrveranstaltung L3423: AI, Cognition, and the Philosophy of Mind

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang 40 Minuten
Dozenten Dr. Jonas Bozenhard
Sprachen EN
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Recent advancements in artificial intelligence (AI) raise profound questions about its nature and capabilities: Can AI think? Do Large Language Models (LLMs) understand language? Does AI have agency? Could AI ever achieve consciousness? This seminar will explore these questions and others related to cognition and AI. Students will read and engage with key philosophical works from the philosophy of mind and the philosophy of AI, including foundational texts by Alan Turing, John Searle, and Daniel Dennett, as well as contemporary contributions to the ongoing debates surrounding generative AI. The seminar will cover the following topics in relation to AI: Consciousness, intentionality, meaning, understanding, agency, embodiment, the extended mind hypothesis, and more. Students will gain insight into the workings of AI and LLMs while also learning to apply and critically analyse philosophical ideas and methods. Additionally, the course will examine how these topics intersect with ethical questions surrounding human-AI interaction, brain-computer interfaces, and the moral status of AI.

Literatur

Unter anderem:

Turing, Alan M. 1950. ‘Computing Machinery and Intelligence’, in Mind 59(236), pp. 433-60

Chalmers, David. 2023. ‘Could a Large Language Model be Conscious?’, arXiv:2303.07103

Searle, John, 1980. ‘Minds, Brains and Programs’, in Behavioral and Brain Sciences 3, pp. 417-57

Bender, Emily M., and Alexander Koller. 2020. ‘Climbing towards NLU: On Meaning, Form, and Understanding in the Age of Data’, in Proceedings of the 58th Annual Meeting of the Association for Computational Linguistics, pp. 5185-98

Dung, Leonard. 2024. ‘Understanding Artificial Agency’, in The Philosophical Quarterly, pqae010

Boden, Margaret A. 2014. ‘Creativity and Artificial Intelligence: A Contradiction in Terms?’, in The Philosophy of Creativity: New Essays, ed. by Elliot Samuel Paul and Scott Barry Kaufman (New York, NY: Oxford University Press), pp. 224-44

Clark, Andy. 2003. Natural-Born Cyborgs: Minds, Technologies, and the Future of Human Intelligence (Oxford: Oxford University Press), chapter 1

Lehrveranstaltung L3505: Koloniales Erbe und Architektur in Hamburg

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang 25 Minuten
Dozenten Dr. Jörg Schilling
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt
Mit dem im Mai 2020 durch Polizeigewalt verursachten Tod des Afroamerikaners George Floyd, wurden weltweit - und auch in Hamburg - Proteste gegen strukturellen Rassismus entfacht. Aufsehen und symbolische Kraft entfaltete die Versenkung der Bronzestatue eines Sklavenhändlers im Hafenbecken von Bristol durch Protestierende. Kurz darauf fanden auch in Hamburg Demonstrationen vor dem Bismarck-Denkmal im Alten Elbpark statt, was eine Debatte um Hamburgs Rolle als Deutschlands Tor zur Welt und seine für die Gegenwart diagnostizierte „koloniale Amnesie“ (Zimmerer) entfachte.                                                  Warum gerade das Bismarck-Denkmal im Zentrum der Proteste stand, würde eine im Seminar zu beantwortende Frage darstellen. Fakt ist, dass Hamburg als Welthandelsstadt über zahlreiche (prominente) Bauten verfügt, die mit dem Kolonialhandel in Verbindung standen und stehen. Die Aufarbeitung des kolonialen Erbes in Hamburg befindet sich noch in den Anfängen, wobei die Stadt mit der Speicherstadt, dem Kontorhausviertel - insbesondere dem Afrika-Haus der Reederei Woermann oder dem Chilehaus der Handelsfirma Slomann -, dem Tropenkrankenhaus sowie dem Hauptgebäude der Universität (dem ehemaligen Kolonialinstitut) zahlreiche bauliche Hinterlassenschaften verfügt, die auf wirtschaftliche Verflechtungen mit dem Kolonialsystem zurückgehen. Ein im Seminar zu diskutierendes Thema wird sein, dass einige dieser Bauten zum heutigen „Weltkulturerbe“ gehören und damit in der öffentlichen Wahrnehmung eine besondere Ausstrahlungskraft besitzen.   Das Seminar wird als Blockseminar konzipiert. Es besitzt teilweise Exkursionscharakter. Die Referate von grundlegendem Charakter werden in den Räumen der TU gehalten, der Teil mit den auf konkrete Gebäude bezogenen Referaten wird vor Ort vor den Objekten gehalten. 
Literatur
  • Jürgen Zimmerer / Kim Sebastian Todzi (Hg.): Hamburg. Tor zur kolonialen Welt. Erinnerungsorte der (post)kolonialen Globalisierung, Göttingen 2021
  • Volker Plagemann (Hg.): Industriekultur in Hamburg. Des Deutschen Reiches Tor zur Welt, München 1984
  • Jörg Schilling: Distanz halten. Das Hamburger Bismarckdenkmal und die Monumentalität der Moderne, Göttingen 2006
  • Ralf Lange: Das Hamburger Kontorhaus. Architektur, Geschichte, Denkmal, Hamburg 2015
  • Ralf Lange: Die Hamburger Speicherstadt. Geschichte, Architektur, Welterbe, Hamburg 2019
  • Holmer Stahncke: Der Oberhafen. Von der Kuhweide zum Kreativquartier, hamburger bauheft 45, Hamburg 2024
  • Christoph Schulz-Mons: Ein Rundgang um das Chilehaus, hamburger bauheft 47, Hamburg 2024
  • 100 Jahre Universität Hamburg. Studien zur Hamburger Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte in vier Bänden, hg, v. Rainer Nicolaysen, Eckart Krause, Gunnar B. Zimmermann, Bd. 1, Göttingen 2020

Lehrveranstaltung L2176: Kommunikation als Kulturpraxis : Theorien und Konzepte

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang etwa 20 Minuten Präsentation und 10-20 Minuten Diskussion
Dozenten Anna Katharina Bartel
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Wir werden uns mit verschiedenen Theorien und Modellen zu Kommunikationskulturen aus den Bereichen Kommunikationspsychologie und Kulturtheorie auseinandersetzen.

Die Teilnehmenden erarbeiten und präsentieren dazu theoretische Inhalte und Modelle in Gruppenarbeit.Wir diskutieren die Themen gemeinsam im Plenum. Es kommt ein abwechlungsreicher Methodenmix zum Einsatz.

Kommunikationskulturen prägen unser Leben, sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld. Grade im beruflichen Kontext gibt es dabei Unterschiede, die uns in ihrer Wirkung nicht immer bewußt sind, aber einen großen Einfluss auf das Arbeitsumfeld haben. Dies betrifft auch die hoch spezialisierte Arbeitswelt der Ingenieure.
Wir sind nicht unabhängig in unserer Kommunikation, sondern wir stehen, als Teil davon, immer im Verhältnis zu der kommunikativen Kultur gleich mehrerer Gruppen. Unsere Fähigkeit, uns dabei flexibel und erfolgreich zwischen den verschiedenen Kontexten zu bewegen, ist eine entscheidende Kompetenz.
Durch die Möglichkeit, Kommunikationskultur zu reflektieren, und uns der Unterschiede bewußt zu werden, erweitern wir unseren Handlungsspielraum. Wir werden die Bedeutung von Kommunikationskulturen anhand verschiedener Ansätze erkunden.
Dabei beschäftigen wir uns z.b. mit Geert Hofstedes Modell der Dimensionen von Unternehmenskulturen und Anwendungsbeispielen aus seiner Forschung sowie mit Juri M. Lotmans Konzept der Semiosphäre als Gesamtsystem aller Zeichensysteme einer Kultur, dass er als Analogie zur Biosphäre als Bedingung der Möglichkeit von Kommunikation beschreibt. Ein weiterer aktueller Ansatz von Dennis Schoenborn, Consuelo Vasques und Timothy Kuhn beschreibt mit der Communication-as-Constitutive-of-Organization (CCO)-Perspektive, dass Organisationen nicht nur durch Kommunikation, die Strukturen, Rollen und Machtverhältnisse schafft, beeinflusst werden, sondern dass sie durch Kommunikation überhaupt erst entstehen, womit Kommunikation für die Konstitution von Organisationsidentität und Organisationskultur eine besonders bedeutende Rolle spielt.


Literatur

Hofstede, G., Hofstede, G.J. & Minkov, M. (2017). Lokales Denken, globales Handeln: Interkulturelle Zusammenarbeit und globales Management. München: Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv).

Lotman, J.M. (1992). Kultur und Explosion. Frankfurt am Main: Suhrkamp.

Schoeneborn, D., Vásquez, C., & Kuhn, T. (2023). Communication-as-Constitutive Perspectives on Organization. Academy of Management Review, 48(3), 1-25.

Lehrveranstaltung L3482: Künstlerische Forschung: Kreative Methoden und Praktiken des Erkennens

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang 30 Minuten
Dozenten Vera Drebusch
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Werkbeispiele der Dozentin Vera Drebusch für künstlerische Forschung sind auf ihrer Website unter www.veradrebusch.de zu finden.

Der Begriff „künstlerische Forschung“ bezeichnet einen interdisziplinären Ansatz, der sowohl künstlerische Praktiken als auch wissenschaftliche Methoden miteinander verbindet, um neue Erkenntnisse durch künstlerische Prozesse zu gewinnen. Künstlerische Forschung nutzt kreative Techniken und experimentelle Arbeitsmethoden, um ein tieferes Verständnis für Themen zu entwickeln, die nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch und ästhetisch erfahrbar sind.
Der Kurs regt Studierende an, eigene Arbeitsmethoden zu entwickeln, um Forschungsfragen kreativ zu bearbeiten. Der Fokus liegt nicht auf dem Endprodukt, sondern auf dem Forschungsprozess selbst. Studierende werden ermutigt, die Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft zu erforschen und neue Wege des Wissens zu entdecken.
Grundlagen lernen: Beispiele aus Kunstgeschichte und zeitgenössischen Kunstpraktiken, von Aby Warburgs Tafelbildern bis zu den visuellen Essays von Regine Steenbock, vermitteln Teilnehmenden, wie die Auseinandersetzung mit Kunstwerken auch dem Verständnis/der Erforschung historischer und gesellschaftlicher Diskurse dient. Der Kurs stellt Werke und Installationen vor, die Struktur und Systematik künstlerischer Praxis verdeutlichen.
Forschungsfragen entwickeln: Teilnehmende erarbeiten eigene Forschungsfragen, die sie in Einzel- oder Gruppenprojekten durch künstlerische Praktiken untersuchen möchten.
Künstlerische Experimente: Anschließend erfolgt die Umsetzung der Frage in praktisches künstlerisches Arbeiten. Ob Malerei, Skulptur, Fotografie, Performance, Audio, Film oder durch andere Medien - entscheidend ist, die Forschung durch das Medium erlebbar und experimentell zu gestalten.
Dokumentation des Prozesses: Ein wesentlicher Bestandteil des Kurses ist die kontinuierliche Reflexion und Dokumentation des künstlerischen Prozesses, um den Verlauf des Prozesses nachzuvollziehen. Dies kann in Form von Skizzen, Notizen, Videos oder digitalen Tagebüchern erfolgen.
Präsentation und Reflexion: Am Ende des Kurses präsentieren Teilnehmende ihre Ergebnisse in einer Blitzausstellung oder einer Präsentation, wobei sie nicht nur das Endprodukt, sondern auch den Forschungsprozess reflektieren. Künstlerische Entdeckungen und wissenschaftliche Auseinandersetzung sollen so in ein konstruktives Verhältnis gesetzt werden.

Literatur

- H.-J. Rheinberger: Experiment - Differenz - Schrift: Zur Geschichte epistemischer Dinge. Marburg 1992.

- F. Dombois: „Kunst als Forschung. Ein Versuch, sich selbst eine Anleitung zu entwerfen“, in: Hochschule der Künste Bern (Hg.): Hochschule der Künste Bern 2006. Bern 2006, S. 21-29.

Lehrveranstaltung L3323: Künstliche Intelligenz in der Kunst: Werkzeug, Inspirationsquelle oder Muse?

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang 30 Minuten
Dozenten Dr. Imke Hofmeister
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Das Seminar untersucht die Wechselwirkungen zwischen künstlicher Intelligenz (KI) und bildender Kunst. Es beginnt mit einem historischen Überblick über die Entwicklung von KI in der Kunst und führt dann in aktuelle KI-Technologien ein, die in der Kunstproduktion Anwendung finden. Dazu gehören neuronale Netze, Deep Learning, Generative Adversarial Networks (GANs), evolutionäre Algorithmen und Reinforcement Learning. Diese Methoden fordern traditionelle Vorstellungen von Kreativität heraus und verwischen die Grenzen zwischen menschlichem und maschinellem Kunstschaffen. Folgende Kernfragen werden dabei

diskutiert: Wie integrieren zeitgenössische Künstler KI in ihre Arbeit? Welche neuen ästhetischen und konzeptuellen Möglichkeiten ergeben sich dadurch? Wie verändert KI unsere

Wahrnehmung von Kreativität und künstlerischer Autorschaft? Anhand ausgewählter Beispiele von renommierten KI-Künstlern wie Mario Klingemann und Refik Anadol sowie bekannten KI-generierten Kunstwerken werden die Besonderheiten dieser neuen Kunstform analysiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der kritischen Auseinandersetzung von Künstlern mit dem Einsatz von KI in der Kunst. Das Seminar beleuchtet auch den wachsenden Einfluss von

KI auf Museen und den Kunstmarkt. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die ethischen und rechtlichen Herausforderungen, die sich aus der Nutzung von KI in der Kunst ergeben, wie etwa Fragen des Urheberrechts bei KI-generierter Kunst und des Datenschutzes.

Ziel des Seminars ist es, den Teilnehmenden ein fundiertes Verständnis für die Funktionsweise und das kreative Potenzial von KI-Systemen in der Kunst zu vermitteln.

1) Historisches Verständnis: Grundkenntnisse über die Entwicklung von KI in der Kunst. 2) Technologisches Fachwissen: Auseinandersetzung mit aktuellen KI-Technologien in der Kunstproduktion, einschließlich neuronaler Netze, Deep Learning und Generative Adversarial Networks (GANs). 3) Interdisziplinäre Perspektive: Fähigkeit, Verbindungen zwischen Kunst, Technologie und Wissenschaft herzustellen und ein breites, fachübergreifendes Verständnis zu entwickeln. 4) Analytische Fähigkeiten: Kompetenz zur Analyse und Interpretation KI-generierter Kunstwerke unter Berücksichtigung der verwendeten Technologien und ästhetischen Konzepte. 5) Kritisches Denken: Fähigkeit zur kritischen Reflexion über die Auswirkungen von KI auf die Kunstwelt sowie zur Identifikation und Diskussion ethischer Fragen im Kontext KI-generierter Kunst.

Literatur

Bendel, Oliver, "Kunst im Zeitalter der KI: Eine Einführung", Independently published, 2023, Catani, Stephanie, et al. Handbuch Künstliche Intelligenz und die Künste, De Gruyter, 2024, Merzmensch (Vladimir Alexeev), KI-Kunst: Digitale Bildkulturen, Verlag Klaus Wagenbach, 2023,

Lehrveranstaltung L3069: Maschinenethik: Theorie, Praxis und aktuelle Diskussionen

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang 25 Minuten
Dozenten Dr. Oliver Schmidt
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Roboter und KI werden immer autonomer und dringen zunehmend in sensible gesellschaftliche Bereiche vor. Man denke hier etwa an die Bereiche Pflege, Militär, Rechtsprechung, Personenverkehr, Staatsmacht und den eigenen privaten Lebensraum. Damit geraten autonom Systeme auch zunehmend in Situationen, in denen sie moralische handeln müssen. Aber sind autonome Systeme überhaupt zu moralischem Handeln fähig? Inwiefern lassen sich moralische Prinzipien technisch in solche Systeme implementieren? Und wirkt der Umgang mit diesen „neuen moralischen Akteuren“ in unserer Gesellschaft wiederum auf uns Menschen als moralische Wesen zurück? Diesen Fragen geht das recht junge Forschungsfeld der Maschinenethik an der Schnittstelle zwischen Philosophie, Informationstechnologie und Robotik nach. Im Seminar werden sowohl die theoretischen Grundlagen und der aktuelle Forschungsstand der Maschinenethik erarbeitet als auch Fragen, Probleme und Grenzen der technischen Umsetzung behandelt. Ziel des Seminars ist es, auf dieser Basis die aktuellen Entwicklungen und Diskussionen um die zunehmende Präsenz von Robotern und KI in unserer Gesellschaft fundiert einschätzen und reflektieren zu können und diese Erkenntnisse im eigenen Handeln als Ingenieur*innen zu berücksichtigen. Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft, sich in technikphilosophische Texte einzuarbeiten. Der Kurs baut thematisch auf dem Bachelor-Seminar „Robo Culturalis“ auf und vertieft dessen Themenfelder. Eine Teilnahme ist aber auch unabhängig von diesem Seminar möglich.

Literatur

Lehrveranstaltung L3318: Online-Kurs Filmanalyse

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Klausur
Prüfungsdauer und -umfang 120 min
Dozenten Daniela Dinnes
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

In diesem Seminar lernen die Teilnehmenden die grundlegenden Methoden und Werkzeuge der filmwissenschaftlichen Analyse kennen. Die Filmwissenschaft befasst sich mit einem Wissen über, durch und mit filmischen Medien. Es wird also nicht nur um Fragen der konkreten handwerklichen Gestaltung von Filmen gehen, z.B. Einstellungsgrößen, Kameraperspektiven, Soundeffekte oder Montage, sondern auch um methodisch-theoretische Ansätze, die die Bedeutung von filmischen Ausdrucksmitteln zu erklären versuchen.

Ziel des Seminars ist (1.) der Erwerb von Medienkompetenz: Filme und audiovisuelle Medien spielen in der heutigen Kultur eine zentrale Rolle. Studierende lernen, diese Medien kritisch zu hinterfragen, anstatt sie nur passiv zu konsumieren. Dies stärkt ihre Medienkompetenz, die in unserer von Medien durchdrungenen Gesellschaft unerlässlich ist. (2.) Kulturelle und gesellschaftliche Reflexion: Filme sind oft Spiegel ihrer Zeit und thematisieren gesellschaftliche, politische und kulturelle Fragestellungen. Studierende erhalten durch Filmanalyse die Möglichkeit, kulturelle Phänomene und historische Entwicklungen besser zu verstehen und zu reflektieren. (3.) Kreatives und analytisches Denken: Die Auseinandersetzung mit Filmen fördert sowohl die analytische als auch die kreative Denkweise. Studierende entwickeln ein Gespür dafür, wie visuelle Erzähltechniken und künstlerische Entscheidungen wirken und welche Bedeutungsebenen sie transportieren. (4.) Interdisziplinarität: Filmanalyse verbindet Aspekte aus Literatur, Kunst, Psychologie, Soziologie, und Geschichte. Für Studierende verschiedener Fachrichtungen bietet sie daher bereichernde Einsichten und erweitert ihr Verständnis für interdisziplinäres Arbeiten.

Zum Einsatz kommt dabei der „Online-Kurs Filmanalyse“ (UHH, UTB/Avinus Akademie), in dem die Studierenden sich selbständig und interaktiv einzelne Units erarbeiten (Videos, Kurzvorträge, Texten, Abbildungen, Kontrolltests und Kurzaufgaben). Die selbständig erarbeiteten Inhalte werden dann in kurzen Q&A-Sitzungen gemeinsam diskutiert und weiter vertieft. Der gesamte Online-Kurs wird von Beginn bis zum Ende von einer filmwissenschaftlichen Lehrkraft begleitet und organisiert.

Ein solches Seminar ermöglicht es den Studierenden, sich nicht nur fachlich weiterzubilden, sondern auch ein tieferes Verständnis für die visuelle Kultur und die gesellschaftliche Bedeutung von Filmen zu entwickeln.

Literatur

Lehrveranstaltung L1846: Overnewsed and underinformed: Der klassische Journalismus und die Neuen Medien

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang Ca. 20 min. plus anschließende Diskussion
Dozenten Dieter Bednarz
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Der Siegeszug des Internets, das sich als weitgehend kostenlose Informationsquelle etabliert hat, verändert die klassische Medienlandschaft in einer Schnelligkeit und mit einer Radikalität, die alle etablierten Medien vor neue Herausforderungen stellt. Markiert diese Entwicklung des „immer schneller“, „immer mehr“ und des „immer kostenlos“ das Ende des Qualitätsjournalismus? Oder werden sich Netz und Print zum Vorteil für die interessierten Bürger ergänzen? Wie geht ein Magazin wie DER SPIEGEL mit diesen Herausforderungen um?

Und unabhängig von der Strukturkrise der etablierten Medien wie Zeitungen und Zeitschriften: Wie gehen wir als Nachrichtenkonsumenten mit diesem Immer-Mehr und Immer-Schneller um, mit dem wir durch das Internet konfrontiert werden? Bewahrheitet sich heute, was der Medienforscher und Autor Neil Postman schon vor einem Vierteljahrhundert diagnostiziert hat, dass wir nämlich auf eine Informationsgesellschaft zusteuern, in der wir "overnewsed but underinformed“ sind?

In dem Seminar werden Fragen der Verantwortung für die genannte Entwicklung sowie die Frage von Ethik in Journalismus und Politik diskutiert. 

Literatur

Wird im Seminar genannt

Lehrveranstaltung L1023: Politics

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang etwa 20 Minuten Präsentation und 10-20 Minuten Diskussion
Dozenten Dr. Stephan Albrecht
Sprachen EN
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Scientists and engineers neither just strive for truths and scientific laws, nor are they working in a space far from politics.  Science and engineering have contributed to what we now call the Anthropocene, the first time in the history of mankind when essential cycles of the earth system, e.g. carbon cycle, climate system, are heavily influenced or even shattered. Furthermore, Peak oil is indicating the end of cheap fossil energy thus triggering the search for alternatives such as biomass.

Systems of knowledge, science and technology in the OECD countries have since roughly 30 years increasingly become divided. On the one hand new technologies such as modern biotechnology, IT or nanotechnology are developing rapidly, bringing about many innovations for industry, agriculture, and consumers. On the other hand scientific studies from earth, environmental, climate change, agricultural and social sciences deliver increasingly robust evidence on more or less severe impacts on society, environment, global equity, and economy resulting from innovations during the last 50 years. Technological innovation thus is no longer an uncontested concept. And many protest movements demonstrate that the introduction of new or the enlargement of existing technologies (e.g. airports, railway stations, highways, high-voltage power lines surveillance) isn’t at all a matter of course.

It is important to bear in mind the fact that all processes of technological innovation are made by humans, individually and collectively. Industrial, social, and political organizations as actors from the local to global level of communication, deliberation, and decision making interact in diverse arenas, struggling to promote their respective corporate and/or political agenda. So innovations are as well a problem of technology as a problem of politics. Innovation and technology policies aren’t the same in all countries. We can observe conceptual and practical variations.

Since the 1992 Earth Summit in Rio de Janeiro Agenda 21 constitutes a normative umbrella, indicating Sustainable Development (SD) as core cluster of earth politics on all levels from local to global. Meanwhile other documents such as the Millennium Development Goals (MDG) have complemented the SD agenda. SD can be interpreted as operationalization of the Universal Declaration of Human Rights, adopted in 1948 by the General Assembly of the United Nations and since amended many times. 

Engineers and scientists as professionals can’t avoid to become confronted with many non-technical and non-disciplinary items, challenges, and dilemmas. So they have to choose between alternative options for action, as individuals and as members of organizations or employees. Therefore the seminar will address core elements of the complex interrelations between science, society and politics. Reflections on experiences of participants - e.g. from other countries as Germany - during the seminar are very welcome.

The goals of the seminar include:

  • Raising awareness and increasing knowledge about the political implications of scientific work and institutions;
  • Improving the understanding of different concepts and designs of innovation and technology policies;
  • Increasing knowledge about the status and perspectives of sustainable development as framework concept for technological and scientific progress;
  • Understanding core elements of recent arguments, conflicts, and crises on technological innovations, e.g. geo-engineering or bio-economy;
  • Improving the understanding of scientists’ responsibility for impacts of their professional activities;
  • Embedding individual professional responsibility in social and political contexts.

The seminar will deal with current problems from areas such as innovation policy, energy, food systems, and raw materials. Issues will include the future of energy, food security and electronics. Historical issues will also be addressed.

The seminar will start with a profound overarching introduction. Issues will be introduced by a short presentation and a Q & A session, followed by group work on selected problems. All participants will have to prepare a presentation during the weekend seminar. The seminar will use inter alia interactive tools of teaching such as focus groups, simulations and presentations by students. Regular and active participation is required at all stages.


Literatur Literatur wird zu Beginn des Seminars abgesprochen.

Lehrveranstaltung L1779: Politics and Science - in English

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang etwa 20 Minuten Präsentation und 10-20 Minuten Diskussion
Dozenten Dr. Frederik Postelt, Dr. Gunnar Jeremias
Sprachen EN
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Scientists often like to believe that their work is non-political. Within this seminar we want to demonstrate how deeply both are interconnected and converged. Not only, scientific guidance is often needed to take a political decision but also scientific outcomes are a sub-ject to political interpretation. Also, politics are significantly influencing scientific progress by framing research agendas and by funding decisions.

During this seminar we would like to show the different range of influences - scientific, economic, social, environmental, ethical/normative, security-related - affecting decision-making on science and politics. Using case studies on current debates on food security, public health, nuclear energy and terrorism to discuss the interrelation between science and politics illuminating the role of various actors in this process, such as:

• Governments,

• International organizations,

• Scientific associations,

• Industry,

• Civil society, and

• Individual scientists.

The guiding questions will be:

• How does and should science influence politics?

• How does and should politics influence science?

In order to take responsibility for the consequences of scientific work, engineers and scientists increasingly need to acknowledge the political dimension of their work and their role in the political process. We will address this political dimension of scientific work by discussing:

• Biographies and motivations of famous scientists,

• Individual responsibility of scientists for the implications of their work, and

• The role of codes of conduct as guidelines for responsible behaviour.

The goals of the seminar include:

• Raising awareness and increasing knowledge about the political dimensions of scientific work,

• Providing guidelines for evaluating political implications of scientific research,

• Improving the understanding of scientists’ and engineers’ responsibility for the results of their professional activities,

• Taking decisions at the institutional, national and international level about rules and regulations concerning scientific conduct, and

• Choosing arguments and defending positions in situations of conflicting interests.

The seminar will use current issues, such as dilemmas in the life sciences or bio fuels to demonstrate the problematic relationship between science and politics. The seminar, however, does not focus on providing in-depth knowledge of these current issues. We strongly discourage students that have participated in an “Ethics for Engineers” seminar to take this course, because the contents of the two seminars overlap.

Issues will be introduced by short presentations and a Q&A session, followed by group work on selected problems. All participants will have to prepare a presentation. Those requiring a graded certificate (“Schein”) additionally have to write a 3-4 page paper on selected issues. The seminar will use interactive tools of teaching such as role playing and simulations. Group work and active participation is expected at all stages of the seminar.

Literatur

will be announced in lecture

wird im Seminar bekannt gegeben

Lehrveranstaltung L1734: Projectrealisation: TUHH Goes Circular - Sustainability in Research, Education and Campus Management

Typ Projekt-/problembasierte Lehrveranstaltung
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang Referat und Ausarbeitung
Dozenten Prof. Kerstin Kuchta
Sprachen EN
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

The group project: TUHH goes Circular addresses environmental challenges and studies non-technical aspects that support the circular economy and environmental initiatives. Topics are to be chosen matching the general scope of environmental challenges, i.e. the challenges of rising resource consumption and waste production. In a practical group task, students will gain experience in the research, design and execution of a sustainability action plan. Important aspects of action plan should be supported by scientific evidence and improved upon based on constructive feedback. In addition, students will be introduced to the importance of high-quality science communication for ecologically and socially sustainable development.


Literatur

Wird im Seminar bekannt gegeben

Will be announced in lecture.

Lehrveranstaltung L3052: Resilient werden: Verbindende Erzählungen zwischen Natur und Kultur

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang 45 Minuten Referat mit schriftlicher Ausarbeitung (Handout)
Dozenten Jacobus Bracker
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Die Klimakrise bedroht die Menschheit unmittelbar in ihrer Existenz. Klimawissenschaftler warnen seit etwa siebzig Jahren eindringlich vor den desaströsen Folgen der Nutzung fossiler Energien, ohne dass ihre Appelle politisch oder gesellschaftlich nachhaltigen Widerhall finden. Es zeichnet sich ab, dass nicht mitbedacht wurde, wie die widerständigen, teils Jahrtausende alten kulturellen Muster, die in westlichen Gesellschaften zu einer Trennung von Mensch und Natur geführt und einem die Erde weit über ihre Ressourcen strapazierenden Verhalten geführt haben, überwunden werden können. Darunter leidet auch die Umsetzung der UN Sustainable Development Goals. - Ganz wesentlich für kulturelle Transformationen sind Erzählungen, die kulturelle Muster konfigurieren. Im Seminar werden daher unterschiedlich medialisierte Geschichten wie Romane, Spielfilme und Serien daraufhin untersucht, mit welchen erzählerischen Mitteln sie jeweils das Verhältnis des Menschen zur Natur, zu seiner Umwelt darstellen, damit seine ökokulturelle Identität konfigurieren und Resilienzen erzeugen.

Literatur

Iovino - Oppermann 2012: S. Iovino - S. Oppermann, Material Ecocriticism: Materiality, Agency, and Models of Narrativity, Ecozon@ 3.1, 2012, 75-91;

James 2015: E. James, The Storyworld Accord. Econarratology and Postcolonial Narratives (Lincoln 2015);

James - Morel 2020a: E. James - E. Morel (ed.), Environment and narrative. New directions in econarratology (Columbus 2020);

Lehtimäki 2013: M. Lehtimäki, Natural Environments in Narrative Contexts: Cross-Pollinating Ecocriticism and Narrative Theory, Storyworlds: A Journal of Narrative Studies 5, 2013, 119-141;

Watkin 2015: C. Watkin, Michel Serres’ Great Story: From Biosemiotics to Econarratology, SubStance 44.3, 2015, 171-187.

Lehrveranstaltung L1509: Theories of Intercultural Communication: Concepts, Models, and Change Over Time

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang etwa 20 Minuten Präsentation und 10-20 Minuten Diskussion
Dozenten Anna Katharina Bartel
Sprachen EN
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

As young professionals with technical backgrounds, you may often have the opportunity to live and work in culturally diverse environments.

The course will be held in English.

In this course, we will take a look at how the view on cultural differences and the way we think about them have evolved over the past few decades. We will learn about models for reflecting on, comparing, and engaging with cultural differences.
During the course of our Seminar, we will explore earlier theories following the idea that a person's culture shapes their thoughts, feelings, and behaviors, such as Edward T. Hall’s concepts of Proxemics, Monochronic and Polychronic Time, and High- and Low-Context Cultures, as well as Geert Hofstede’s Cultural Dimensions Model, which provides a framework for comparing specific cultures based on statistical findings, ranging to more contemporary approaches with nuanced perspectives as, for example, described in Wolfgang Welsch's concept of Transculturality. He describes modern societies as being thoroughly interwoven while individuals create their own identities as they experience themselves belonging to a variety of different groups and contexts.This approach emphazises the fact that oftentimes, associations with certain groups such as the type of profession may have an even greater influence on an indiviuals counstitution of identity than e.g. a certain cultural backround.
During the course of our seminar, the participants will work on these different perspectives in groups, which provides an opportunity for discussion and exchange between people from different cultural backgrounds. We will discuss the angles and relate the material to our own experiences with shifting cultural contexts.

Literatur

Rings, Guido (2020).The Cambridge Handbook of Intercultural Communication. Cambridge:Cambridge University Press

Hall, E.T. (1959).The Silent Language, New York: Doubleday
Hofstede, Geert (1991).Cultures and organizations: software of the mind. London: McGraw-Hill.
Welsch, Wolfgang (1999) : Transculturality - the Puzzling Form of Cultures Today. In Spaces of Culture: City, Nation, World, hrsg. von Mike Featherstone und Scott Lash, London: Sage

Lehrveranstaltung L1771: Umbruch und Verantwortung: Der Arabische Frühling und seine Konsequenzen

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang etwa 20 Minuten Präsentation und 10-20 Minuten Diskussion
Dozenten Dieter Bednarz
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Der Siegeszug des Internets, das sich als weitgehend kostenlose Informationsquelle etabliert hat, verändert die klassische Medienlandschaft in einer Schnelligkeit und mit einer Radikalität, die alle etablierten Medien vor neue Herausforderungen stellen. Markiert diese Entwicklung des „immer schneller“, „immer mehr“ und des „immer kostenlos“ das Ende des Qualitätsjournalismus? Oder werden sich Netz und Print zum Vorteil für die interessierten Bürger ergänzen? Wie geht ein Magazin wie DER SPIEGEL mit diesen Herausforderungen um?

Das Beispiel Nahost zeigt, wie sehr neue Medien wie Facebook und Twitter zur Demokratisierung einer Bevölkerung beitragen können. Doch warum hat der so genannte Arabische Frühling nicht zu mehr Demokratie geführt? Warum scheiterten die Revolutionäre in Kairo? Warum wurde Syrien vom Staat zum Flickenteppich?

In dem Seminar werden  Fragen der Verantwortung für die genannten Entwicklungen sowie die Frage von Ethik in Journalismus und Politik diskutiert.


Literatur

Wird im Seminar angegeben und besprochen.

Will be announced in the lecture.

Lehrveranstaltung L3215: Unternehmerische Realisierung von technischen Lösungen im Megayachtbau

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang 2h gemeinsame Abschlusspräsentation und -diskussion
Dozenten Prof. Christopher Friedrich Wirz
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt
  • Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Fr. Lürssen Werft (FLW) in Bremen statt und wird persönlich begleitet von der Leiterin Maschinenbau Yachten, ggf. mit Unterstützung von Kolleg*innen aus weiteren Fachabteilungen.
  • Der Megayachtbau ist geprägt durch komplexe und innovative technische Aufgaben, kurze Projektlaufzeiten, hohe Investitionen und die Umsetzung in einem kleinen, interdisziplinären Team. Neben den technischen Aufgaben ist die Abstimmung zwischen Vertrieb, Kundenvertretung, Projektierung, Einkauf, Konstruktion und Produktion für eine erfolgreiche Umsetzung essenziell. 
  • In der Veranstaltung wird an realen Beispielen und in Rollenspielen erlernt, wie eine innovative technische Fragestellung von der Kundenanfrage bis zur Ablieferung einer funktionierenden Lösung umgesetzt wird. Dabei steht nicht nur die technische Interdisziplinarität, sondern das Zusammenspiel mit kaufmännischen, rechtlichen und zwischenmenschlichen Aspekten im Fokus. Ziel ist, in Abstimmung mit allen Interessengruppen zur optimalen Entscheidung für eine technische Lösung zu gelangen.
  • Bausteine der Veranstaltung:
    • Einführung in die technischen, kaufmännischen und rechtlichen Prozesse im Megayachtbau bei der FLW
    • Kennenlernen der verschiedenen Anforderungen und Bedürfnisse der Stakeholder
    • Exkursion zur FLW, Standort Lemwerder (Kostenübernahme durch die FLW)
    • Auswahl einer geeigneten technischen Fragestellung anhand einer Matrix. Mit welcher technischen Fragestellung können welche Kompetenzen erarbeitet werden.
    • Finden von Paten bei der FLW
    • Bearbeitung des Themas im Rollenspiel (Gruppenarbeit und angeleitete Diskussionen) 
    • Präsentation und Diskussion auf der FLW

 Die LV wird in Kooperation mit der Fr. Lürssen Werft durchgeführt. Es findet eine Exkursion statt zur Lürssen-Werft (Lemwerder) inkl. Werftrundgang mit Einblick in Konstruktion und Fertigung sowie Montage, außerdem mit Besichtigung einer im Bau befindlichen Megayacht. Die LV wird begleitet durch die Leiterin Maschinenbau Yachten.

Vermittelte Kompetenzen:

  • Erfahrung mit der Arbeit in einem interdisziplinären Team eines mittelständischen Unternehmens im Umgang mit Großinvestitionsgütern (Auftragsvolumen xxx Mio€)
  • Gespür für die Interessen und Befindlichkeiten sämtlicher Stakeholder
  • Soziale Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, Anpassungsfähigkeit & Flexibilität sowie Teamfähigkeit.
  • Handlungskompetenz als Verbindung von Wissen und Können

Implementieren einer positiv wirksamen Fehlerkultur (Mut Neues auszuprobieren und das Risiko in Kauf zu nehmen zu scheitern) ist gleichzusetzen mit einer positiv begleitenden Lernkultur



Literatur

Wird abhängig von der gewählten Aufgabe benannt, ggf. von der TUHH beschafft oder von der FLW zur Verfügung gestellt

Lehrveranstaltung L3503: Utopische Räume - Visionen von Zukunft in Kunst, Architektur und Design

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang 25 min. plus Diskussionsrunde
Dozenten Dr. Katharina Schmidt-Uhl
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt
Das Seminar„Utopische Räume - Visionen von Zukunft in Kunst, Architektur und Design“ untersucht, wie Künstlerinnen, Architektinnen und Denker*innen Zukunft entwerfen - von den idealen Gesellschaften der Renaissance bis zu den technologischen Visionen der Gegenwart. Ausgehend von Thomas Morus’ Utopia (1516) und Francis Bacons Nova Atlantis (1627) über Le Corbusiers Ville Radieuse und die futuristischen Stadtentwürfe Antonio Sant’Elias bis hin zu ökologischen Projekten wie Paolo Soleris Arcosanti oder heutigen Konzepten der Smart City wird sichtbar, wie gesellschaftliche Hoffnungen und technische Innovationen einander bedingen. Anhand von Beispielen aus Kunst, Architektur und Film wird diskutiert, wie ästhetische Entwürfe dazu beitragen, Zukunft als gestaltbare Aufgabe zu begreifen - und wie Gestaltung dazu beitragen kann, neue Formen des Zusammenlebens zu denken.
Das Seminar fördert kritisches und kreatives Denken, stärkt die Ausdrucksfähigkeit sowie die Fähigkeit, technische Innovationen in einen kulturellen und ethischen Kontext zu stellen - zentrale Kompetenzen für Ingenieur*innen, die die Zukunft gestalten wollen. Durch die Auseinandersetzung mit künstlerischen und architektonischen Zukunftsentwürfen lernen die Studierenden, komplexe gesellschaftliche und technologische Fragestellungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Zugleich vermittelt das Seminar Wissen im Bereich der Kunst- und Kulturgeschichte, das als wertvolle Bezugsquelle für eigene kreative Ideen und technische Innovationen dienen kann. Darüber hinaus schult es die Fähigkeit, eigene Positionen reflektiert zu formulieren und ästhetische wie technische Visionen argumentativ zu verbinden.
Literatur

Wird im Seminar genannt 

Lehrveranstaltung L1916: Verantwortungsvolles Handeln in Technik und Wissenschaft

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang etwa 20 Minuten Präsentation und 10-20 Minuten Diskussion
Dozenten Dr. Mirko Himmel, Dr. Ines Krohn
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Was bedeutet Verantwortung im Technik- und Wissenschaftsbetrieb?

Das Seminar nimmt sich dieses wichtigen Themenkomplexes in der Ausbildung der Studierenden an und beginnt mit einem Exkurs zur Rolle von Wissenschaftlern und Ingenieuren für den sicheren, verantwortungsvollen Umgang mit Technologien und Wissen. Hierbei sollen einschlägige Fallbeispiele aus der Praxis als Diskussionsgrundlage dienen.

Literatur folgt im Seminar

Lehrveranstaltung L3051: Scientific writing for student theses, conference articles and journal papers

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Schriftliche Ausarbeitung
Prüfungsdauer und -umfang Präsentation und schriftliche Ausarbeitung
Dozenten Dr. Robinson Peric
Sprachen EN
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

The seminar is based on a systematic literature review and summarizes the main information of the internationally most influential books on the topic of scientific writing in Science, Technology, Engineering and Mathematics (STEM). It is intended to provide an overview of the state of the art in scientific writing. Controversial aspects are presented as such. The seminar covers questions such as:

- How to formulate texts "scientifically"?

- How to perform a systematic literature review?

- How are student theses, conference and journal articles structured? Which information is (not) expected in each section?

- How to optimize a scientific text to make it as short, precise and comprehensible as possible?

- How to generate effective Tables and Figures?

- Which techniques exist to write faster and more effectively?

- What is the process behind the publication of conference articles and journal papers?


To pass the course, the students perform the following tasks:

1x condense a scientific (review-)article to 2 pages

2x conduct peer-review for articles by other students

1x present their article

Literatur

Day, R. A. (1998). How to write and publish scientific papers. The Oryx Press, Phoenix, Arizona, USA.

Alley, M. (1996). The craft of scientific writing (No. 808.0666/A435). New York: Springer.

Cargill, M., & O'Connor, P. (2013). Writing scientific research articles: Strategy and steps. John Wiley & Sons, UK.

Swales, J. (1971). Writing Scientific English (p. 1). Nelson, London, UK.

Matthews, J. R., & Matthews, R. W. (2014). Successful scientific writing: a step-by-step guide for the biological and medical sciences. Cambridge University Press, Cambridge, UK.

Davis, M., Davis, K. J., & Dunagan, M. (2012). Scientific papers and presentations.Elsevier Inc., London, UK.

Peat, J., Elliott, E., Baur, L., & Keena, V. (2002). Scientific writing: easy when you know how. BMJ books, London, UK.

Kirkman, J. (2012). Good style: writing for science and technology. Routledge, New York, USA.

Katz, M. J. (2009). From research to manuscript: a guide to scientific writing. Springer Science & Business Media.

Ebel, H. F., Bliefert, C., & Russey, W. E. (1987). The art of scientific writing (Vol. 493). Weinheim: VCH.

Lebrun, J. L. (2011). Scientific writing 2.0: a reader and writer's guide. World Scientific Publishing Co. Pte. Ltd., Singapore.

Hofmann, A. H. (2014). Scientific writing and communication: papers, proposals, and presentations. Oxford Univ. Press.

Silyn-Roberts, H. (2012). Writing for science and engineering: Papers, presentations and reports. Elsevier Ltd., USA.

Jones, W. P., & Keene, M. L. (1976). Writing scientific papers and reports (No. 001.42 J6). WC Brown Company Publishers.

Lehrveranstaltung L2343: Wissenschaftliches Schreiben und Präsentieren für Master-Studierende

Typ Seminar
SWS 2
LP 2
Arbeitsaufwand in Stunden Eigenstudium 32, Präsenzstudium 28
Prüfungsart Referat
Prüfungsdauer und -umfang etwa 20 Minuten Präsentation und 10-20 Minuten Diskussion
Dozenten Dr. Sigrid Vierck
Sprachen DE
Zeitraum WiSe/SoSe
Inhalt

Die Lehrveranstaltung richtet sich an Masterstudierende, die ihre Abschlussarbeiten planen, später promovieren möchten oder ihre Forschungsergebnisse auf Tagungen bzw. in Fachmagazinen präsentieren wollen. Der Kurs ist mehrstufig aufgebaut: 1. Recherche 2. Präsentation in Wort und Bild und 3. Praktischer Kontext.  Berücksichtigt werden sowohl die Arbeitssituation an der Universität, als auch in Forschungsgruppen und/oder in Unternehmen.

1. Recherche

- Forschungsstand aufarbeiten, Literaturrecherche, Lesetechniken

- Urheberrecht, Zitieren, Plagiate (Auffrischung)

- Journal führen

2. Präsentation 

- Zweck, Aufbau, Struktur und Grundlagen wissenschaftlicher Präsentation

- Stil und Sprache (Merkmale guter/schlechter Texte)

- Orthografie, Syntax, Interpunktion

- Präsentation im Wort - Thesis abfassen

- Schreibtypen

- Schreibübungen

- Präsentation im Bild: PPP, Poster, Video

- Aufbau und Struktur

- Einsatz von Medien und Materialien

3. Praktischer Kontext

- Die eigene Rolle (Stärken und Schwächen)

- Das Gegenüber (Wahrnehmung und Austausch)

- Teamarbeit

- Kommunikationskompetenzen (Sprache, Gestik, Mimik, Blick)

- individuelle Präsentationskompetenz

- Kommunikation mit der/dem Betreuer*In

- Zeitmanagement


Literatur


Ascheron, Klaus: Die Kunst des wissenschaftlichen Präsentierens und Publizierens. Ein Praxisleitfaden für junge Wissenschaftler. München 2007.

Der Autor, Naturwissenschaftler, erklärt aufgrund seiner langjährigen und internationalen Erfahrung worauf es beim wissenschaftlichen Präsentieren (und Schreiben) ankommt. Aus seinem ganzheitlichen Ansatz heraus gibt er klare und hilfreiche Tipps für ein erfolgreiches und korrektes Darstellen im wissenschaftlichen Kontext.

Eufinger, Günther: Dokumente perfekt gestalten. München 2007.

Der Autor geht in dem kompakten Band auf die Schlüsselkompetenzen für erfolgreiches Präsentieren ein, die er aufgrund langjähriger praktischer Erfahrungen definiert. Darunter wird die Power-Point-Präsentation eingehend behandelt, wobei das in den weiteren Kapiteln dargestellte Basiswissen auch für PPP anzuwenden ist.

Feuerbacher, Bernd: Professionell Präsentieren in den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Weinheim 2009.

Ansprechender, klar strukturierter Band, der auf die Unterschiede zwischen mündlichem Vortrag und schriftlichen Ausdruck eingeht sowie zusätzlich den Schwerpunkt auf die Power-Point-Präsentation legt. Wie im Titel angegeben zwar mit Betonung der Natur- und Ingenieurwissenschaften, aber in der Beschreibung rhetorischen Auftretens allgemeingültig formuliert.

Hug, Theo (Hrsg.): Wie kommt Wissenschaft zu Wissen, Band 1: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten. Hohengehren 2001.

Weitreichende Einführung, die bereits in den späteren Praxisbereich übergreift. Intensive Behandlung der internetbezogenen Arbeit.

Kremer, Bruno P.: Vom Referat bis zur Abschlussarbeit. Naturwissenschaftliche Texte perfekt produzieren, präsentieren und publizieren. 5. Aufl. 2018. Berlin, Heidelberg (Imprint: Springer Spektrum).

Der Autor schreibt mit langjähriger Erfahrung. Der Band, wie im Titel formuliert auf die Naturwissenschaften zugeschnitten, informiert umfassend, ist sehr gut gegliedert und verständlich geschrieben, sozusagen eine Werkstattanleitung, praxisnah und ermunternd.

Prexl, Lydia: Mit digitalen Quellen arbeiten: richtig zitieren aus Datenbanken, E-Books, YouTube & Co. 3., aktualisierte und überarbeitete Auflage, Paderborn, Stuttgart 2019 (UTB) https://elibrary.utb.de/doi/book/10.36198/9783838550725 (Lizenzpflichtig)

Die Autorin schildert in kleinen Schritten das wissenschaftliche Arbeiten mit Betonung des digitalen Anteils wie E-Books, E-Journals, Social-Media-Einträgen, Datenbanken und anderen elektronische Quellen. Vor allem bei der Frage nach der Verwendbarkeit und Zitierfähigkeit gibt dieser Ratgeber Lösungen ebenso wie zur Vermeidung von Plagiaten, sowie der bibliographischen Angabe, auch bei Unvollständigkeit.

Pöhm, Matthias: Präsentieren Sie noch oder faszinieren Sie schon? Der Irrtum PowerPoint. 6. Aufl. Heidelberg 2009.

Als Coach und Moderator bietet der Autor Tipps zur erfolgreichen Präsentation, die - wie er provokant im Titel formuliert - ohne PowerPoint auskommen soll, denn er setzt auf die Emotion als Kommunikationsmittel. Damit wird deutlich, dass er sich mehr im verkaufsorientierten als im wissenschaftlichen Bereich ansiedelt.

Pukas, Dietrich: Lernmanagement. Einführung in Lern- und Arbeitstechniken. 3. aktual. Aufl. Rinteln 2008.

Übersichtliches und umfassendes Kompendium zu den zahlreichen Fragen des Lernens und wissenschaftlichen Arbeitens. Zunächst wirtschaftswissenschaftlich orientiert, was auch durch die Struktur sowie die Tabellen und Diagramme deutlich wird, hat der Band durchaus allgemeine Gültigkeit. Darüber hinaus werden praxisorientierte Hinweise gegeben.

Reynolds, Garr: Zen oder die Kunst der Präsentation. München u.a. 2010.

Der Autor kommt aus dem Designbereich und bietet somit Stilmittel zur Gestaltung der PPP an. Wie im Titel angedeutet sind für ihn die Mittel der Konzentration auf das Wesentliche, der Ruhe und Einfachheit von entscheidender Bedeutung.

Rost, Friedrich: Lern- und Arbeitstechniken für das Studium. 8., überarb. u. aktual. Aufl. Wiesbaden 2018.

Ausführliche Vermittlung von Arbeitstechniken der Stoffermittlung, der Stoffverarbeitung, der Stoffsammlung, des informativen Schreibens, des Sprechens und Redens mit Berücksichtigung der computergestützten Arbeit und einem Anhang zu Ausdruck und Grammatik der deutschen Sprache.

Sesink, Werner: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten: inklusive E-Learning, Web-Recherche, digitale Präsentation u.a. 9., vollständ. überarb. u. aktual. Aufl. München 2014.

Arbeitshilfe mit Betonung auf der Computer-Verwendung. Erklärung des wissenschaftlichen Arbeitens und der Vorarbeiten wie Literatursuche und persönlicher Materialsammlung. Beschreibung des Abfassens einer schriftlichen Arbeit, auch Protokoll, Thesenpapier und Klausur. Ausführliche Behandlung der computergestützten Arbeit, vor allem auch des Textformatierens und der Textverarbeitung in der Studienpraxis.

Spoun, Sascha und Dominik B. Domnik: Erfolgreich studieren. Ein Handbuch für Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler. München u.a. 2005.

Pearson-Studium. Handlicher Band, der Selbstorganisation als Erfolg versprechende Grundlage für das Studium sowie Techniken des Recherchierens, Lesens und Darstellens beschreibt. Durch die Konzentration auf das Wesentliche wird der Intensität und Kürze des Bachelor- und Masterstudiums Rechnung getragen und ein Leitfaden für die Bewältigung des workloads gegeben.

Theisen, Manuel R.: Wissenschaftliches Arbeiten. Technik, Methodik, Form. 17., aktual. u. bearb. Aufl. München 2017.

Zielgerichtete Beschreibung des Arbeitsprozesses von der Planung bis zum Druck und der Präsentation. Alle Stufen werden ausführlich, detailliert und in sinnvoller Reihenfolge beschrieben, wobei einzelne Kapitel auch für sich genommen werden können. Klar, übersichtlich, grundlegend. Der Autor ist in der Betriebswirtschaftslehre beheimatet.

Wolpert, Lewis: Unglaubliche Wissenschaft. Frankfurt a. M. 2004.

Der Autor, Naturwissenschaftler, vermittelt aufgrund seiner lebenslang gewonnenen Erfahrung den Weg zur wissenschaftlichen Erkenntnis durch Aufzeigen der grundlegenden Frageprinzipien und des wissenschaftlichen, sprich nachvollziehbaren und beweisfähigen Denkens. Der Band ist in der Reihe „Die Andere Bibliothek“ erschienen, mit der Herausgeber Hans Magnus Enzensberger ein Kompendium der Welt- und Wissensliteratur eigener Prägung schafft. Der Band regt zum unkonventionellen Denken an.